Hand­geschirr­spül­mittel Test

Spül­mittel sind eh alle gleich? Stimmt nicht. Die besten Produkte im Test reinigen kraft­voll, schonen die Haut und sind hoch­ergiebig. Andere spülen deutlich schlechter. Darunter ein guter alter Bekannter und eine renommierte Öko-Marke: Die Spül­mittel von Palmolive und Ecover gehen baden, sie sind mangelhaft. Doch immerhin 3 von 28 Hand­spül­mitteln im Test schneiden sehr gut ab – alle­samt Konzentrate.

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TestHand­geschirr­spül­mitteltest 07/2015
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28 Spül­mittel im Test

In den meisten Haushalten sorgt zwar eine Spül­maschine für sauberes Geschirr. Gute Gründe für ein Hand­geschirr­spül­mittel gibt es dennoch: der kleine Abwasch zwischen­durch, empfindliche Gläser oder die Berge von Platten und Schüsseln, die nach einer Party die Küche blockieren. 28 Spül­mittel waren im Test vertreten, darunter Konzentrate, klassische und sensitive Produkte. Konzentrate enthalten weniger Wasser, damit im Verhältnis mehr fett­lösende Tenside als klassische Spül­mittel. Sensitive sollen sich beim Abwasch durch eine besondere Haut­verträglich­keit auszeichnen.

Konzentrate sind Spülmeister

Das Ergebnis: Drei Konzentrate entfernen Speisereste am besten. Elf Spül­mittel im Test sind gut, darunter auch klassische. Etliche sind befriedigend und ausreichend, drei mangelhaft. Und: Sensitive schonen die Haut nicht unbe­dingt besser als andere Spül­mittel.

Hohe Reinigungs­kraft schafft viele Teller

Die meisten Produkte entfernen frische Speisereste problemlos. Wegen ihrer hohen Reinigungs­kraft schaffen die Besten im Test mit 5 Liter korrekt dosiertem Abwasch­wasser mehr als 40 fettige Teller, bevor ihre Wirkung deutlich nach­lässt. Test-Schluss­lichter Palmolive und Ecover säubern damit gerade mal 13 bis 17 Teller (je nach Art der Speisereste) − ein Ergebnis, das eher für Produkte typisch ist, die noch vor rund 15 Jahren in den Regalen der Händler standen.

Enzyme jetzt auch in der Spülschüssel

Die großen Qualitäts­unterschiede zwischen den Produkten können mehrere Gründe haben. Einige Hersteller setzen inzwischen auf neue Tensid­kombinationen mit besseren fett­lösenden Eigenschaften oder auf konzentriertere Rezepturen. Zusätzlich kommen oft Enzyme wie Amylasen als neue Inhalts­stoffe hinzu. Sie werden in Maschinen­geschirr­spül­mitteln schon seit Jahren einge­setzt. Rund die Hälfte der geprüften Produkte enthält derartige Amylasen. Sie „knacken“ speziell Stärkehaltiges – etwa hartnä­ckige Reis- und Nudelreste, die nach dem Kochen in Topf und Pfanne zurück­bleiben. Da Enzyme für ihre Arbeit etwas Zeit brauchen, wirken sie vor allem beim Einweichen.

Nur die Besten entfernen Angetrock­netes kraft­voll

Angebackenes Fett in der Pfanne, angetrock­nete Nudelreste im Topf – in der Küche sammeln sich immer wieder solch unschöne Verschmut­zungen. Wie gut kommen die 28 Spül­mittel gegen sie an? Das wird mit Hilfe einer Wisch­maschine geprüft. Größte Mühe bereiten stärkehaltige Nudelreste. Hier schaffen nur drei Mittel ein Gut. Die anderen sind bestenfalls befriedigend, fünf sogar mangelhaft. Hartnä­ckiges Fett entfernt nur ein Produkt sehr gut, immerhin sechs weitere Mittel gut.

Nicht nur Sensitive schonen die Haut

Um die Haut­verträglich­keit der Spül­mittel bewerten zu können, wurde ein für Kosmetika üblicher Pflastertest mit Probanden durch­geführt. Über einen Zeitraum von drei Wochen klebten mit verdünntem Spül­mittel befeuchtete Test­pflaster auf ihrem Rücken. Beim Pflaster­wechsel, der täglich außer an den Wochen­enden statt­fand, untersuchte und bewertete ein Dermatologe die Haut. Wie stark wird sie durch die Spül­mittel irritiert? Sind Balsamprodukte sanfter als Konzentrate und klassische Produkte? Ergebnis: Die meisten Mittel schonen die Haut sehr gut bis gut. Auch drei der fünf Sensitiven erzielen Bestnoten, sind aber nicht immer sanfter als Klassik­produkte.

„Gesichts­schutz tragen“?

Können Sensitiv­produkte gefähr­lich sein? Schockiert berichtete eine Leserin im vergangenen Jahr über ihre Entdeckung. Auf dem Etikett des Lidl W5 Sensitive steht der Hinweis „Augen­schutz/Gesichts­schutz tragen“. Daneben prangt ein neues Warn­symbol: ein schwarzes Ausrufezeichen mit roter Umrandung. Wirken Hand­geschirr­spül­mittel neuerdings aggressiver? Der Hauttest beweist: Nein. Nur die Rechts­lage hat sich geändert.

Neue Kenn­zeichnung verunsichert

Hand­geschirr­spül­mittel Test

Warnzeichen, das sich ab sofort auf vielen Hand­spül­mitteln finden wird.

Warn­symbol und Hinweis sind Teil eines neuen interna­tionalen Kenn­zeichnungs­systems, das in Europa im Rahmen einer Verordnung umge­setzt wird. Ziel ist, Verbraucher welt­weit mit einheitlichen Piktogrammen zu warnen Haushaltsreiniger: Das bedeuten die neuen Warnschilder. Abhängig von Art und Menge der verwendeten Inhalts­stoffe, müssen Hersteller auf vielen Hand­spül­mitteln ab 1. Juni 2015 das Ausrufezeichen, das Wort „Achtung“ sowie Gefahren- und Sicher­heits­sätze abdrucken. Verbraucher sollten sich davon nicht verunsichern lassen. Die meisten Spül­mittel enthalten milde Tenside, die auch in Shampoos einge­setzt werden. Die Haut­verträglich­keit ist hoch, die Abwasser­belastung gering. Das Problem an der verschärften Kenn­zeichnung für diese Produkt­gruppe: Möglicher­weise nehmen Verbraucher Warnungen auf aggressiven Produkten wie Abfluss­reinigern dann nicht mehr ernst genug.

Tests für „Maschinenspüler“

Wer sein Geschirr ausschließ­lich mit der Spül­maschine reinigt, findet hier die entsprechenden Tests:

Test Maschinen-Geschirrspülmittel
Produktfinder Geschirrspülmaschinen: 109 Spül­maschinen im Test

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