Handgepäck auf Flügen Meldung

Seit den vereitelten Terroranschlägen auf Flugzeuge in London fragen Passagiere immer wieder, was sie im Handgepäck mitnehmen dürfen. Besonders auf Flügen nach England und in die USA herrschen hohe Sicherheitsvorkehrungen. Da die Attentäter die Flugzeuge mit flüssigem Sprengstoff zum Absturz bringen wollten, achten Sicherheitsbeamte vor allem auf Flüssigkeiten im Handgepäck. test.de sagt, was Sie in die Kabine mitnehmen dürfen.

Flüge in die USA

Die amerikanische Heimatschutzbehörde hat bis auf weiteres höhere Sicherheitsvorkehrungen auf allen Flügen in die USA erlassen. Passagiere dürfen neben Waffen, scharfen und spitzen Gegenständen ab sofort auch keine Flüssigkeiten mehr im Handgepäck mitführen. Dazu zählen:

  • Getränke
  • Shampoos
  • Sonnenmilch
  • Cremes, Lotionen
  • Zahnpasta
  • Parfum und Deospray
  • Haargel und -spray
  • Duschgel und Flüssigkeiten ähnlicher Konsistenz

Diese Bestimmungen gelten auch für Flüssigkeiten, die nach der Sicherheitskontrolle im Duty Free-Shop gekauft werden. Sämtliche Flüssigkeiten dürfen nur im aufgegebenen Gepäck fliegen.

Von dem Verbot ausgenommen sind:

  • Babynahrung, -milch oder -säfte, wenn das Baby mitreist
  • während des Fluges dringend benötigte Medikamente, wenn der Name auf dem Medikament oder auf dem Rezept steht und mit dem Namen auf dem Ticket übereinstimmt
  • Salzlösung für Kontaktlinsen im Kontaktlinsenbehälter

Elektronische Geräte wie Laptops, Digitalkameras, Handys und MP3-Spieler dürfen aber nach wie vor ins Handgepäck.

Flüge nach Großbritannien

Auf Flügen von Deutschland nach England gelten bisher keine verschärften Sicherheitsbestimmungen. Anders sieht es jedoch auf Flügen in und von Großbritannien aus: Hier sind ebenfalls jegliche Flüssigkeiten und Gels im Handgepäck verboten. Wer flüssige Medikamente oder Babynahrung mitnimmt, muss diese gegebenenfalls bei der Sicherheitskontrolle vorkosten. Zudem dürfen keine Feuerzeuge mit an Bord. Mitgeführte Gepäckstücke sind nur bis zu einer Größe von 45 x 35 x 16 Zentimetern zugelassen. Nach der Sicherheitskontrolle eingekaufte Getränke und Parfums dürfen in England allerdings mit in die Kabine. Einzige Ausnahme: Flüge in die USA. Je nach Alarmstufe können sich diese Bestimmungen jedoch wieder ändern.

Trockene Luft

An Bord von Flugzeugen ist die Luft sehr trocken. Eincremen ist daher wichtig. Tipp: Cremen Sie sich vor dem Check-In ordentlich ein. Noch wichtiger ist jedoch viel Trinken - besonders auf Langstreckenflügen. Mindestens ein Glas Wasser je Flugstunde ist ein guter Richtwert. British Airways hat angekündigt, während der Flüge zusätzliche kostenlose Getränke zu verteilen. Schwieriger ist es jedoch für Passagiere von Billigfliegern wie Easyjet, Germanwings und Ryanair: Sie dürfen ebenfalls keine Flüssigkeiten auf Flügen von Großbritannien mitführen und können nur Getränke an Bord kaufen. Easyjet kassiert für Softdrinks 1,00 Euro, Germanwings 2,50 Euro. Mineralwasser kostet 3,00 Euro.

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