Handels­marke gegen Marke 21 Tests mit 371 Drogerie­artikeln – die Bilanz

Handels­marke gegen Marke - 21 Tests mit 371 Drogerie­artikeln – die Bilanz
© Stiftung Warentest

Güns­tige Wasch- und Reinigungs­mittel, Kosmetik und Körper­pfle­geartikel bekommen öfter gute Noten als namhafte Marken­produkte. Das belegt eine Bilanz aus 21 Tests.

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Prominenz ist Geld wert. Deshalb bewerben so viele Unternehmen ihre Produkte mit Stars und Stern­chen. Noch besser ist es für Hersteller, wenn die Ware selbst der Star ist – oder sogar Super­star: ein Marken­name, der zum Synonym für eine Produkt­gruppe geworden ist. So wie zum Beispiel Deutsch­lands bekann­teste Marke für Papiertaschentücher oder die für Klebe­streifen oder die für Lippen­fett­stifte. Einer starken Marke sprechen Menschen eine gute Qualität zu – und das erlaubt einen höheren Preis.

Dieses positive Image ist nicht in jedem Fall gerecht­fertigt. Das erfahren test-Lese­rinnen und -Leser in so ziemlich jeder Ausgabe. Immer mal wieder erringen billige Eigenmarken­produkte von Handels­ketten sogar den Testsieg.

Sind das Ausnahmen? Oder können Produkte güns­tiger Handels­marken von Discountern, Supermarkt- und Drogerieketten in großem Maßstab mit denen etablierter Marken wie Nivea, Pril und Ariel mithalten?

Um das heraus­zufinden, hat die Stiftung Warentest alle 21 Unter­suchungen von Drogerie­artikeln der Jahre 2017 und 2018 ausgewertet, zu denen sie test-Qualitäts­urteile vergeben hat: für Wasch- und Reinigungs­mittel, Kosmetik und Körper­pfle­gepro­dukte sowie Katzenfutter – der Handel fasst das alles samt Lebens­mitteln unter dem Begriff „Schnell­drehende Konsum­artikel“ zusammen.

In der Qualität dicht­auf

Das Ergebnis ist eine Einladung zum Sparen: Die 176 Billigprodukte der Handels­ketten schneiden etwas häufiger sehr gut oder gut ab als die 195 Marken­artikel und sind seltener mangelhaft. Im durch­schnitt­lichen Qualitäts­urteil liegen beide dicht­auf (Drogerieartikel: Handelsmarken häufiger gut als Marken).

Von Anti-Schuppen-Shampoos über Katzenfutter, Voll­wasch­mittel bis Zahnpasta: In jedem der ausgewerteten Tests fanden wir gute oder gar sehr gute Marken- wie auch Handels­marken­produkte. In den meisten Unter­suchungen liegen die jeweils Besten aus beiden Welten Kopf an Kopf.

Auch bei unserem Vergleich von Lebensmitteln, für den wir im vergangenen Sommer 72 Tests ausgewertet hatten, lagen Marken und Handels­marken gleich­auf. Die Qualitäts­urteile verteilten sich damals ähnlich: über alle Noten von sehr gut bis mangelhaft für 643 Marken- und 627 Handels­marken­produkte.

Die Preis­vorteile sind enorm

Die Preis­unterschiede zwischen den untersuchten Drogeriewaren sind aber noch einmal deutlich höher als bei ausgewählten Lebens­mitteln. Ein Warenkorb mit zehn Marken-Lebens­mitteln aus den fürs Augustheft ausgewerteten Tests kostete 83 Prozent mehr als der mit No-Name-Lebens­mitteln. Die sechs güns­tigsten der besten Wasch- und Reinigungs­mittel von Marken­herstel­lern sind 138 Prozent teurer als die sechs güns­tigsten besten Handels­marken. Bei Kosmetik kostet der Warenkorb mit Marken­artikeln sogar 375 Prozent mehr als der von Handels­ketten.

Katzenfutter passte in keinen dieser Warenkörbe. Mit knappem Vorsprung siegten Handels­marken in den Tests von 2017 und 2018: ein Feucht­futter der Edeka-Marke Gut & Günstig und ein Trockenfutter der Penny-Eigenmarke Bianca.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 28.05.2019 um 11:53 Uhr
Artikel freigeschaltet

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(MK)

a.martens85 am 28.05.2019 um 09:01 Uhr
PDF lässt sich nicht speichern

Habe das gleiche Problem, pdf lässt sich nicht speichern

Profilbild Stiftung_Warentest am 24.05.2019 um 11:58 Uhr
Zuordnung Produkt/Handelsmarken zur Handelskette

@TestLeserin23, halsbandschnaepper: Wir empfehlen die Namen der Handelsmarken bzw. der Produkte in eine Suchmaschine einzugeben. So lässt sich schnell herausfinden, wo die Produkte erhältlich sind. (Se)

TestLeserin23 am 23.05.2019 um 12:30 Uhr
Zuordnung Produkt/Handelmarken zur Handelskette

halsbandschnaepper , da stimme ich Ihnen zu. Ich hatte mich etwas missverständlich ausgedrückt. Es ging mir nicht um die Auflistung der einzelnen Verkaufsläden/Händler, sondern um die Zuordnung der Marken (meistens ja mit einer Handelskette gleichgesetzt). Dass bspw. Balea zu DM gehört, Domol zu Rossmann dürfte geläufig sein. Bei anderen Marken ist das ggf. nicht auf Anhieb so einfach zu zu ordnen. Beispiel Spülmittel Akut gehört zu Aldi Nord und Nicht Aldi Süd. Woher soll das jeder Leser im gesamten Bundesgebiet auf Anhieb wissen? Beispiel Vollwaschmittel "Bravil" und Ulltra, oder Glasreiniger/Glaskeramik Reiniger "Blink" ist es ebenfalls nicht mehr so einfach ersichtlich. Blink ist eine Marke von "Müller", die nicht überall vertreten sind. Insofern muss man erst rätseln, zu wem das Produkt/die Marke gehört. Hier hätte gereicht, in einem Klammerzusatz DM, Rossmann, Müller, Rewe etc hinzuzufügen, um des dem Leser zu erleichtern.

halsbandschnaepper am 22.05.2019 um 07:06 Uhr
RE: Bezugsquelle

Es geht nicht darum in welchem Laden sie genau die Waren genau gekauft haben. Aber dass sie eine Rewe-Marke nicht im Aldi gekauft haben, sollte klar sein. Es geht hier um die Zuorndung der Handelmarken zur ensprechenden Handelskette. Das wäre sicherlich nicht schlecht gewesen.