So haben wir getestet

Im Test: 17 Hand­cremes, die laut Anbieter speziell für trockene Haut vorgesehen sind. Wir kauf­ten die Produkte von Mai bis Juli 2018 ein. Die Preise ermittelten wir per Anbieterbefragung im September und Oktober 2018.

Pfle­geeigenschaften: 40 %

Die Feuchtig­keits­anreicherung in der Haut prüften wir mithilfe von Corneo­meter­messungen an den Unter­armen von je 20 Test­personen. Das Corneo­meter ist ein Mess­gerät, das den Wasser­gehalt in der Horn­schicht der Haut bestimmt. Wir verglichen die Werte zusätzlich mit denen eines Positiv­stan­dards – einer Creme, die die Haut gut mit Feuchtig­keit anreichert. Zudem maßen wir den trans­epidermalen Wasser­verlustan den Unter­armen von je 20 Test­personen. Er spiegelt wieder, inwieweit die Barriere der Haut intakt und diese vor Austrock­nung geschützt ist. Die Probanden wendeten die Cremes zwei Wochen lang an. Alle Messungen erfolgten vor der ersten und zirka 16 Stunden nach der letzten Anwendung. Die Werte verglichen wir mit denen eines zuvor nicht einge­cremten Haut­felds.

Hautgefühl: 20 %

Je 20 Test­personen wendeten die anonymisierten Produkte zwei Wochen lang an den Händen an. Sie beur­teilten Trockenheit, Glätte und Geschmeidig­keit der Haut. Um das Anhalten der Wirkung zu beur­teilen, bewerteten sie an einem Tag der Anwendungs­phase die genannten Eigenschaften in regel­mäßigen zeitlichen Abständen mehr­mals hinter­einander.

Anwendung: 20 %

Bei den anonymisierten Produkten beur­teilten je 20 Test­personen die Anwendungs­eigenschaften. Sie bewerteten das Entnehmen und Verteilen sowie das Einziehen in die Haut. Dabei beur­teilten sie, ob und wie störend sie Rück­stände nach dem Eincremen empfanden. Je 10 Probanden cremten sich zudem unter fachlicher Aufsicht im Test­studio die Hände ein und führten nach 3 Minuten Einzieh­zeit stan­dardisiert Alltags­tätig­keiten durch: Sie öffneten den Schraub­verschluss einer Glasflasche, gossen Wasser ein und hoben das gefüllte Glas an; zudem bedienten sie ein Tablet. Ein Experte und die Probanden beur­teilten die sicht­baren Rück­stände auf den Gegen­ständen. Die Probanden gaben zudem an, ob und wie störend sie die Creme während der Tätig­keiten empfanden.

Kritischer Duft­stoff Lilial: 0 %

Wir prüften, ob die Cremes Butylphenyl Methyl­propional (Lilial) enthielten und, falls ja, in welcher Konzentration.

Die Analyse erfolgte mittels GC-MS in Anlehnung an DIN EN 16274.

Mikrobiologische Qualität: 0 %

Wir bestimmten die Anzahl der Keime in den Produkten und prüften, ob bestimmte Mikro­organismen vorhanden waren. Wir prüften, ob die Produkte ausreichend konserviert waren, das heißt, wie gut sie mit einge­brachten Keimen fertig werden.

Verpackung: 10 %

Je 20 Probanden bewerteten die Hand­lich­keit der anonymisierten Produktbehälter, wie gut sie sich öffnen und wieder verschließen ließen. Ein Experte prüfte, ob es sich bei den Verpackungen um Mogel­packungen handelte. Wir erfassten unter anderem, ob eine Originalitäts­sicherung sowie Materialkenn­zeichnung und Recycling­hinweise vorhanden waren. Anhand von drei Packungen je Produkt ermittelten wir Inhalts­mengen und Nutz­inhalt, das heißt den Anteil vom Gesamt­inhalt, der sich maximal entnehmen ließ, ohne das Behältnis zu zerstören.

Deklaration und Werbeaussagen: 10 %

Ein Experte über­prüfte, ob die Kenn­zeichnung der EU-Kosmetik- und der Fertigpackungs­ver­ordnung entsprach. Drei Fachleute beur­teilten Lesbarkeit und Über­sicht­lich­keit der Angaben. Ein Experte beur­teilte die Werbeaussagen.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen setzten wir ein: Lautete das Urteil für die Pfle­geeigenschaften befriedigend, konnte das Qualitäts­urteil nicht besser als befriedigend sein. Lautete das Urteil für den kritischen Duft­stoff Lilial, für Verpackung oder Deklaration und Werbeaussagen ausreichend, werteten wir das Qualitäts­urteil um eine halbe Note ab. Bei befriedigendem Urteil für Einziehen in die Haut konnte das Urteil Anwendung nicht besser sein.

Weitere Unter­suchungen

Wir analysierten in Abhängig­keit von der Inhalts­stoff­liste, ob und in welcher Konzentration die Cremes gesättigte (Mosh) und aromatische (Moah) Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffe enthielten. Wir bestimmten zudem die Konzentrationen der deklarations­pflichtigen Duft­stoffe. Zertifizierte Naturkosmetik­produkte prüften wir mittels Isotopen­analyse auf mineral­ölbasierte synthetische Inhalts­stoffe; kein Produkt war auffällig.

Mineral­ölbestand­teile: Bestimmung mittels LC-GC/FID.

Duft­stoffe: Bestimmung mittels GC-MS in Anlehnung an DIN EN 16274.

Bestimmung des biogenen Kohlen­stoff­anteils: Bestimmung mittels Radio­carbon­methode (Flüssigs­zintillations­spektrometrie). Nach Verbrennung der Probe in einem Elementar­analysator wurde das CO2-Gas separat aufgefangen, unter Verwendung eines Temperaturgradienten freigesetzt und in einer vorgelegten, gekühlten Mischung eines Szintillationscock­tails (Carbosorb / Permafluor) absorbiert. Der CO2-Anteil wurde unter Berück­sichtigung der Massendifferenz berechnet. Zur Korrektur der 14C-Werte werden die 13C / 12C-Isotopen­verhält­nisse mittels Elementar­analysator in Kombination mit einem IRMS (Isotopen­verhältnis-Massenspektrometer) bestimmt.

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