Stufenplan zum Hamburger Modell: Das sollte drinstehen

Den Stufenplan zur beruflichen Wiedereingliederung erstellen behandelnde Ärzte gemeinsam mit dem Patienten. Anschließend muss der Arbeitgeber zustimmen. Der Plan sollte folgende Punkte enthalten:

Laufzeit. Beginn und voraussichtliches Ende der Maßnahme.

Stundenzahl. Arbeitsstunden pro Tag bei Beginn des Wiedereinstiegs.

Stufen. Zeitpunkte für die Erhöhung der Stundenzahl.

Aufgaben. Zumutbare und unzumutbare Aufgaben während der Wiedereingliederung sowie gegebenenfalls dafür notwendige Maßnahmen am Arbeitsplatz. Beispiel: Ein Malermeister kann wegen Schwindelgefühlen zunächst auf keine Leiter steigen. Er übernimmt nur Lackierarbeiten. Oder: Nach einer Rückenverletzung ist längeres Sitzen ausgeschlossen. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist nötig.

Vertrag. Mögliche Abänderungen des Arbeitsvertrags während der Wiedereingliederungsphase.

Lohn. Eventuell freiwillig vom Arbeitgeber zusätzlich zum Krankengeld gezahltes Entgelt, zum Beispiel Fahrtkosten oder sonstige Pauschalen.

Rahmenbedingungen. Parallele Rehabilitationsmaßnahmen während der Rückkehrphase, beispielsweise Physiotherapie mit erforderlichem Zeitplan.

Ende. Rücktrittsrecht vom Modell und Gründe für einen Abbruch.

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