Hallux valgus Meldung

Hallux valgus gilt als häufigste Fußfehl­stellung. Vor allem Frauen kämpfen damit. Das liegt auch an der Schuhmode. test erklärt, wie es zur Fehl­stellung kommt und was hilft.

Häufig ist der Schuh schuld

Zum Blumenrock die hoch­hackigen Stilettos oder farben­frohen Pumps tragen – in diesen Tagen steigt die Lust auf schicke Sommerschuhe wieder. Aber oft macht sich gerade darin ein schmerzhaftes Problem bemerk­bar: Hallux valgus, zu Deutsch Ballenzeh. Bei dieser Fehl­stellung knickt der große Zeh in Richtung der kleineren Zehen ab, sein Grund­gelenk strebt nach außen. Die Ursachen sind vielfältig. Oft ist eine ererbte Bindegewebs­schwäche schuld. Häufig liegt es auch an spitz zulaufenden und hoch­hackigen Schuhen. Daher quälen sich vor allem Frauen mit dem verformten Zeh, in Deutsch­land bis zu zehn Millionen.

Mehrere Stadien der Erkrankung

Oft entsteht zunächst ein vorn verbreiterter Fuß (Spreizfuß). Daraus entwickelt sich schleichend Hallux valgus. Erst fällt der schiefe Zeh kaum auf oder stört nur optisch. Wenn er fort­schreitet, verursacht er aber Entzündungen und Schmerzen – am vorgewölbten und oft roten Gelenk sowie an den gequetschten Zehen. Spätestens wenn Betroffene nur noch unter Qualen in Schuhen laufen können, sollten sie zum Arzt, etwa zum Ortho­päden. Der inspiziert und röntgt den Fuß, um das Ausmaß der Schädigung zu erfassen.

Operation bei Schmerzen

Bei Hallux valgus in frühen Stadien verordnen Ärzte eventuell Hilfs­mittel wie Schuh­einlagen oder Schienen. Später ist eine Operation oft unausweichlich: Der schiefe Zeh wird begradigt, verschiedene Methoden kommen zum Einsatz. Krankenkassen über­nehmen die Kosten, falls echte medizi­nische Beschwerden bestehen, die sich nicht anders lösen lassen, wie etwa starke Schmerzen. Operierte brauchen in den ersten Wochen meist Schonung, zum Beispiel durch Spezialschuhe. Dann können sie den Fuß in der Regel wieder voll belasten.

Tipp: Egal ob Sie Hallux valgus vorbeugen oder aufhalten wollen – gehen Sie oft barfuß und wählen Sie bequeme und flache Schuhe, die nirgendwo drücken. Hohe Absätze sollten Sie höchs­tens ab und zu tragen.

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