Erlaubt, zulässig – so lautet über­setzt das arabische Wort halal. Halal-Lebens­mittel entsprechen isla­mischen Rein­heits­geboten. Wer diese Produkte sucht, kann sich in einem Wald von Siegeln verlieren. Der Zentralrat der Muslime in Deutsch­land hat daher die isla­mischen Religions­gemeinschaften aufgerufen, mit der Bundes­regierung einheitliche Kriterien für ein deutsch-musli­misches Gütesiegel zu entwickeln. Vor allem bei Zusatz­stoffen haben Islam­vertreter unterschiedliche Ansichten. Nicht alle lassen Aroma­stoffe auf Alkoholbasis zu. Einig­keit besteht, dass Alkohol und Schweine­fleisch tabu sind. Das Fleisch, etwa vom Lamm, muss aus ritueller Schlachtung stammen. Dabei ist wichtig, dass ein Moslem die Kehle der Tiere durch­trennt. In Deutsch­land werden Tiere meist betäubt, traditionelles Schächten ist aus Tier­schutz­gründen verboten und nur in Ausnahmen erlaubt. 2011 lag der Anteil von Halal-Produkten am gesamten Lebens­mittel­umsatz bei 2 Prozent.

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