Viele Bahnkunden meckern bei einer Zugverspätung, kennen aber ihre Rechte nicht.

  • Kunden, die wegen einer Verspätung den Anschlusszug verpassen, haben recht­lich keinen Anspruch auf Schadenersatz, sondern nur auf Weiter­be­för­derung.
  • Fährt nur noch ein höherwertiger Zug, darf Ersatz für den Aufpreis verlangt werden.
  • Fährt kein Zug mehr, zahlt die Bahn ein Taxi zum Zielort oder ein Hotel.
  • Wird im Lauf der Fahrt klar, dass das Ziel nicht mehr rechtzeitig erreicht wird, kann der Kunde auch kostenlos zum Ausgangsbahnhof zurückfahren und sich den Fahrpreis für die nichtgenutzte Strecke ersetzen lassen.

Diese Rechte gelten aber nur, wenn nicht höhere Gewalt wie etwa Eisregen im Spiel ist. Bei Verspätung erhält der Reisende einen Gutschein:

  • Bei 30 Minuten Verspätung eines ICEs gibt es einen 10-Euro-Gutschein.
  • Bei mehr als 90 Minuten Verzug im Fernverkehr (außer Regionalexpress) erhält er einen 25-Euro-Gutschein.

Die Gutscheine verteilen die Schaffner im Zug oder die Bahnmitarbeiter am Servicepoint im Bahnhof.

Tipp: Wer im Zug oder am Servicepoint keinen Gutschein bekommt, erhält ihn auch über den Kundenservice. Dazu muss er seine Fahrkarte einschicken. Die Bahn hat registriert, wie viel Verspätung der Zug hatte.

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