Haft­pflicht­versicherung im Test Test

Private Haft­pflicht­versicherungen sind noch mal besser geworden. Genau 111 Angebote sind sehr gut. Vier Tarife kommen sogar auf die Traumnote 0,7. Der fast perfekte Schutz ist nicht mal teuer: Ab 96 Euro im Jahr ist er zu haben. Das ist interes­sant auch für alle, die bereits versichert sind. Denn der Test von 235 Familien­tarifen zeigt: Wer eine Police hat, die älter als 5 Jahre ist, fährt mit den neuen Angeboten sehr wahr­scheinlich besser und güns­tiger. Auch Singles können von unseren Test­ergeb­nissen profitieren

Kleine Fehler, tragische Folgen

Private Haft­pflicht­versicherungen schützen vor den potenziell ruinösen finanziellen Folgen kleiner Fehler. Das kann jedem passieren: Beim Aufräumen des Balkons rutscht ein Blumentopf aus der Hand und stürzt in die Tiefe. Die Adventkerze gerät in Vergessenheit und setzt den Kranz in Brand. Unver­sehens stößt der Bohrer beim Bilder­aufhängen auf eine Wasser­leitung. Vier- oder fünf­stel­lige Beträge sind in solchen Fällen oft nötig, um den Schaden zu beheben. Wird jemand schwer verletzt und trägt bleibende Schäden davon, sind im Einzel­fall sechs­stel­lige oder noch höhere Summen zu zahlen.

Haft­pflicht: Schutz und Verteidigung

Schutz bieten private Haft­pflicht­versicherungen. Sie zahlen, wenn Versicherte aufgrund gesetzlicher Rege­lungen Schaden­ersatz zahlen müssen. Außerdem verteidigen sie ihn gegen unbe­rechtigte Forderungen. Finanztest meint: Den Schutz braucht jeder. Er ist wichtiger als die Hausrat- oder Rechts­schutz­versicherung.

Service: Sie wollen die Angebote nicht selbst in der Test-Tabelle vergleichen? Für 10 Euro können sich von uns auch die besten Angebote für Ihren Bedarf heraus­suchen lassen zur Analyse Haftpflichtversicherung.

Mindestens 5 Millionen Euro Versicherungs­summe

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Der Audio-Podcast zum Thema Private Haft­pflicht­versicherung.

Minimum bei einer Police ist der von Finanztest definierte Grundschutz. Mindest­versicherungs­summe sind im aktuellen Test erst­mals 5 Millionen Euro. Bisher – zuletzt in Finanztest 9/2012 – reichten drei Millionen. Doch nach über zehn Jahren und satten Preissteigerungen vor allem bei ärzt­lichen Behand­lungen und Medikamenten, aber auch in der Baubranche war die Aufstockung über­fällig. Finanztest bewertet die Versicherungs­summe stärker als in den vergangenen Haft­pflicht-Vergleichen. Tarife, die Schutz über das von Finanztest geforderte Minimum hinaus bieten, bekommen Plus­punkte.

Extra-Schutz jenseits der Haftung

Eine ganz Reihe von Angeboten bieten sogar Schutz, wo eigentlich gar kein Haftungs­risiko besteht:

  • Kinder. Eltern kleiner Kinder müssen oft nichts zahlen, wenn die etwas kaputt machen.
  • Gefäl­ligkeiten. Auch für Miss­geschicke bei Gefäl­ligkeiten oder für Schäden an geliehenen Sachen muss normaler­weise niemand zahlen, wenn er etwas kaputt macht. Viele sehen sich aber dennoch in der Pflicht. Ihnen helfen Versicherungen, die auch in solchen Fällen zahlen. Das ist – anders als noch vor wenigen Jahren – inzwischen die Mehr­zahl der Anbieter.
  • Forderungs­ausfall. Selten, aber im Ernst­fall ebenfalls die Rettung vor dem Ruin: die so genannte Forderungs­ausfall-Deckung. Die Versicherung zahlt, wenn der Versicherte selbst einen Schaden erleidet und es ihm nicht gelingt, vom Verantwort­lichen Schaden­ersatz zu bekommen.

Spitzen­schutz ist erschwing­lich

Erfreuliches Ergebnis des Finanztest-Vergleichs: Viele Tarife sind viel besser als der Finanztest-Grund­schutz. Die vier Spitzenreiter glänzen mit der Note sehr gut (0,7) und lassen bei den getesteten Leistungen kaum noch einen Wunsch offen. Bis zu 50 Millionen Euro zahlen sie, wenn ein Versicherter oder einer seiner Angehörigen in die Haftung gerät. Der Spitzen­schutz ist nicht mal besonders teuer. Ab 96 Euro im Jahr ist er zu haben. Schon für genau die Hälfte ist die güns­tigste sehr gute Privathaft­pflicht­versicherung zu haben.

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TestHaft­pflicht­versicherung im TestStand der Daten: 01.09.2014
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