Haft­pflicht­versicherung Test

Wenige Tropfen Heizöl können Tausende Liter Wasser verseuchen. Wenn der Tank ausläuft oder die Rohre fürs Betanken kaputt gehen, haften oft die Grundstücks­besitzer. Der Schaden kann dann schnell in die Hundert­tausende gehen. Schutz bietet eine Gewässerschadenhaft­pflicht­versicherung. Finanztest hat 35 Policen untersucht und fest­gestellt: Gute Angebote gibt es schon für 30 Euro im Jahr.

Das bietet der Test

  • Die Test­tabelle nennt Angebote mit einer Versicherungs­summe von mindestens 3 Millionen Euro pauschal sowohl für Personen- als auch für Sach­schäden. Tarife mit Selbst­behalt haben wir nicht berück­sichtigt.
  • Eine Zusatz­tabelle nennt gute Privathaft­pflicht­tarife, in denen privat genutzte, ober­irdische Heiz­öltanks mitversichert sind
  • Finanztest erklärt, worauf Besitzer einer Immobilie mit Ölhei­zung achten müssen.

Der Einstieg in den Finanztest-Artikel

„Der Tank war längst voll. Doch das merkte niemand. Tank­anzeige und Entlüftung waren defekt. 8 000 Liter Heizöl liefen in den Innenhof einer Wohn­anlage in Wuppertal. Ein Teil versickerte, ein anderer Teil floss in den Regen­wasser­kanal und von da in die Wupper. Schaden am Ende: gut 300 000 Euro.

Ganz ähnlich ein Fall in Saarbrücken: Beim Betanken brach in einem neuen Einfamilien­haus das Rohr, durch das Heizöl in den Tank fließen sollte. 600 Liter liefen aus, bis der Tank­wagenfahrer das Leck bemerkte und das Öl stoppte.

Oft haftet in solchen Fällen der Grund­stücks­eigentümer. Wenn keinem Hand­werker oder Öllieferanten ein Verschulden an der Ölpest nach­zuweisen ist, steht er allein für den ganzen Schaden gerade. Nach den Regeln im Wasser­haus­halts­gesetz haftet er sogar, wenn ihn über­haupt kein Verschulden an der Ölpest trifft.“

Dieser Artikel ist hilfreich. 18 Nutzer finden das hilfreich.