Haftpflichtversicherer dürfen Schäden auch gegen den Willen des Versicherten regulieren, urteilte das Landgericht Coburg (Az. 32 S 15/09). Nach einem Auffahrunfall auf ein plötzlich bremsendes Taxi zahlte der Haftpflichtversicherer der Fahrerin den Schaden, obwohl sie das ablehnte. Sie sah sich als unschuldig und wollte die Rückstufung bei der Schadenfreiheitsklasse nicht hinnehmen. Die Richter gaben dem Versicherer recht. Er dürfe durchaus auch ohne Zustimmung des Versicherten den Schaden eines Unfallgegners begleichen.

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