Haftpflicht Meldung

Der Bremsweg auf dem Wasser ist länger, als man denkt: Ohne Haftpflichtversicherung kann ein Crash auf See den finanziellen Untergang bedeuten.

Sportbootkapitäne sollten eine Haftpflichtversicherung für ihr Boot an Bord haben, auch wenn sie in Deutschland nicht Pflicht ist. Denn ihre Privathaftpflichtversicherung springt nur bei Unfällen mit Ruder- und Paddelbooten sowie beim Wasserski ein.

Auf dem Wasser passiert aber sehr viel mehr. Diese unangenehme Erfahrung machen die rund 420 000 Bootseigner in Deutschland immer häufiger. Stürme, Feuer an Bord, Grundberührung oder Diebstahl sind die Hauptursachen für Schäden an den Wasserfahrzeugen.

Für den Besitzer eines Boots, dessen Preis schnell den Wert eines Pkw der Oberklasse erreichen kann, ist es schon schlimm genug, wenn das 80 000-Euro-Schiff unversichert untergeht. Das ist aber oft nicht alles: Verliert das Wrack Öl, das abgesaugt werden muss, muss er als Verursacher diese sehr aufwendige Aktion auch noch bezahlen.

Haftpflicht- und kaskoversichert sind längst nicht alle Bootseigner. Während ein Auto ohne Haftpflichtversicherungsnachweis kein Nummernschild erhält, darf der Freizeitkapitän auch ohne eine Police in See stechen. In manchen anderen Ländern ist sie Pflicht.

Dieser Artikel ist hilfreich. 432 Nutzer finden das hilfreich.