Zum Frühstück. Haferdrink passt gut zu Müsli und Kaffee.

Milchalternativen gelten als gesund und sollen die Umwelt weniger belasten als Kuhmilch. Stimmt das? Wie schmeckt ein guter Haferdrink? Und warum darf das Getränk nicht „Hafermilch“ heißen? Das klärt unser Haferdrink-Test. Von 18 Produkten im Test schneiden 14 gut ab, 11 davon tragen ein Biosiegel (Preise: 0,95 bis 2,24 Euro pro Liter). Schad­stoffe in nennens­wertem Umfang fanden die Prüfer der Stiftung Warentest nur bei einem Drink.

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TestHaferdrinks im Testtest 05/2020
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Die Qualität der Haferdrinks im Test ist bemerkens­wert

Keine Milchalternative hat derzeit mehr Fans als Haferdrinks: Gut 34 Millionen Liter davon verkauften Lebens­mittel­händler und Drogeriemärkte 2018 – eine Verdoppelung im Vergleich zu 2016. Unsere Test­ergeb­nisse dürften den Trend verstärken: Die Qualität der Haferdrinks im Test ist bemerkens­wert – schlechter als befriedigend schneidet keines der Produkte ab. Geschmack­lich sind aber nur drei Produkte top. Sieben Produkte sind mit Kalzium angereichert.

Das bietet der Haferdrink-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabelle zeigt Bewertungen für 18 oft verkaufte Haferdrinks, 14 davon mit Biosiegel. Neben bekannten Marken wie Alnatura, Alpro und Kölln haben wir auch Handels- und Discounterware von Aldi, Rewe & Co. getestet sowie Produkte der Drogeriemärkte dm und Ross­mann. Unter anderem haben wir die Getränke verkostet, sie auf Schad­stoffe untersucht, ihre ernährungs­physiologische und mikrobiologische Qualität über­prüft, die Nutzerfreundlich­keit der Verpackungen begut­achtet und die Kenn­zeichnung bewertet. Außerdem haben wir getestet, ob sich die Haferdrinks gut aufschäumen lassen („Hafer macchiato“).

Hintergrund. Wir bieten einen Über­blick über die verschiedenen veganen Milchalternativen und zeigen, wie ihre Ökobilanz im Vergleich zur Kuhmilch aussieht. Eine Nach­haltig­keits­expertin erklärt, welche Rolle Trans­port und Verpackung für die Treib­hausgas­emissionen der Produkte spielen.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test Mai 2020. Dort finden Sie auch Infos zur Ökobilanz von Pflanzendrinks im Vergleich zu Kuhmilch.

Geschmack nach Haferbrei oder Müsli

Die Haferdrinks im Test bestehen vor allem aus Wasser, 9 bis 16 Prozent Hafer, etwas Pflanzenöl und Salz. Die von der Stiftung Warentest untersuchten Milchalternativen enthalten weniger Eiweiß als Milch, dafür tragen sie zur Versorgung mit Ballast­stoffen bei. Der durch­schnitt­liche Kalorien­gehalt eines Haferdrinks entspricht dem von fett­armer Milch. Haferdrink und Kuhmilch unterscheiden sich im Geschmack: Das auf Hafer basierte Getränk hat in diesem Punkt mit dem Trunk aus dem Euter nichts gemein. Es schmeckt eher nach Haferbrei oder Müsli. Die meisten der getesteten Haferdrinks schme­cken süß, einige nur leicht süß. Manche sind leicht vanil­lig, röstig oder bitter im Nachgeschmack – das ist für Hafer­produkte nicht untypisch.

Test Haferdrinks im Video

Kann man mit einem Haferdrink Milch­schaum erzeugen? Das Video bringt die Antwort.

Nur ein Haferdrink ist zuckerfrei hergestellt

Trotz des Unter­schieds im Geschmack lassen sich Haferdrinks wie Kuhmilch verwenden, auch zum Kochen. Nur zu Herz­haftem wie Béchamelsoße passt seine Süße nicht. Die entsteht während der Produktion: Enzyme bauen Stärke im Hafer zu Zucker ab. Nur einer der getesteten Haferdrinks ist zuckerfrei hergestellt, die anderen enthalten im Schnitt etwa 4,5 Gramm Zucker je 100 Milliliter. Das entspricht bei einem 250-Milliliter-Glas fast vier Zuckerwürfeln, ist jedoch deutlich weniger als in Saft oder Limo.

Warum die „Hafermilch“ keine Milch ist

Im Alltag sprechen viele von „Hafermilch“, „Reismilch“ oder „Sojamilch“. Als Milch dürfen laut Gesetz aber nur Lebens­mittel bezeichnet werden, die durch Melken aus dem Euter gewonnen werden. Pflanzlicher Milch­ersatz wird daher meist als „Drink“ verkauft.

„Hafermilch“ weniger belastend für die Umwelt als Kuhmilch

Viele kaufen Haferdrinks auch, weil sie nach­haltiger als Milch sein sollen. Studien bestätigen das: Haferdrinks verursachen rund 70 Prozent weniger schädliche Klimagase als Kuhmilch. Auch beim Wasser­verbrauch schneiden Getränke aus Hafer besser ab als die von der Kuh: pro Liter Haferdrink fallen während der Herstellung durch­schnitt­lich etwa 3,4 Liter Wasser an, im Gegen­satz zu rund 250 Litern für 1 Liter Kuhmilch. Nur Sojadrinks verbrauchen ähnlich wenig Wasser. In unserem Test von Sojadrinks waren einige Produkte jedoch mit Nickel belastet. Einige Anbieter werben damit, Hafer aus Deutsch­land zu verarbeiten. Für die Ökobilanz spielt die Herkunft der Rohware zwar keine entscheidende Rolle, doch können Verbraucher mit Produkten, die in Deutsch­land erzeugt wurden, die Wirt­schaft vor Ort unterstützen.

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