Check­liste: So stellen Sie eine Haus­halts­hilfe fest ein

  • Möglich­keiten. Sie dürfen Bürger der Europäischen Union auf eigene Faust fest einstellen, ausgenommen sind nur Rumänien und Bulgarien. Die Zentrale Auslands- und Fach­vermitt­lung (ZAV) der Bundes­agentur für Arbeit vermittelt auch weiter Haus­halts­hilfen für Menschen, die der Medizi­nische Dienst der Krankenkassen als pflegebedürftig einstuft.
    Kontakt: ZAV Interna­tionale Arbeits­vermitt­lung, 53017 Bonn, Tel. 02 28 / 7 13 14 14, E-Mail: ZAV-Bonn. Haus­halts­hilfen@arbeits­agentur.de
  • Hilfe. Bei Fragen zur Einstellung hilft Ihnen die ZAV oder die örtliche Arbeits­agentur. Ein Steuerberater kann die Steuern und Sozial­versicherungs­beiträge für Sie abführen.
  • Arbeits­vertrag. Schließen Sie mit der Haus­halts­hilfe einen Vertrag. Regeln Sie darin die Arbeits­zeit (zum Beispiel 38,5 Stunden pro Woche), den Urlaub (zum Beispiel 26 Arbeits­tage), die Kündigungs­frist (zum Beispiel ein Monat), das Brutto­entgelt (zum Beispiel 1 400 Euro ohne Arbeit­geber­anteil) und die Aufgaben.
  • Aufgaben. Die Haus­halts­hilfe darf nicht nur Arbeiten im Haushalt erledigen. Sie kann auch beim An- und Auskleiden helfen, bei der Körperhygiene, beim Gang auf die Toilette und generell beim Gehen und Essen. Sie sollte jedoch keine Aufgaben eines professionellen Pflege­dienstes über­nehmen, wie zum Beispiel Verband wechseln, Wunden versorgen, Medikamente geben oder Kompressions­strümpfe wechseln.
  • Behördengänge. Melden Sie vor Arbeits­beginn die Haus­halts­hilfe beim Einwohnermeldeamt und besorgen Sie eine Lohn­steuerkarte beim Finanz­amt. Beantragen Sie bei der Bundes­agentur für Arbeit eine Betriebs­nummer (Tel. 0 180 1/66 44 66). Melden Sie die Haus­halts­hilfe bei einer Krankenkasse an und schließen Sie eine Unfall­versicherung bei einer Berufs­genossenschaft ab. Zahlen Sie die Beiträge an die Krankenkasse, die Lohn­steuer an das Finanz­amt.
  • Steuertipp. Ausgaben für eine Haus­halts­hilfe können Sie von der Steuer absetzen (siehe „Pflegekosten absetzen“ aus Finanztest 04/2011). Das gilt auch für „entsendete“ Kräfte (siehe „Alternativen zur Festanstellung“).
  • Pflegekasse. Für die Haus­halts­hilfe können Sie das „Pflegegeld“ von der Pflegekasse verwenden. Die „Pflegesach­leistung“ gibt es nur für Pfle­gekräfte mit Kassen­zulassung, etwa für einen Pflege­dienst.

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