Hack­fleisch im Test Bio schlägt konventionell

Hack­fleisch im Test - Bio schlägt konventionell
© H.-W. Kunze

Zur Frikadelle gerollt oder mit Tomaten und Zwiebeln in der Bolognese – Hack­fleisch ist die Grund­zutat für viele beliebte Gerichte. Auch roh und gewürzt, als Mett auf dem Brötchen, essen es manche gern – nicht ohne Risiko, wie der Test zeigt. Die Prüfer untersuchten gemischtes Hack­fleisch – halb Rind, halb Schwein – und fanden bei der Hälfte der Produkte riskante Bakterien, darunter auch antibiotikaresistente Keime. Nur in 10 von 21 Fällen lautete das Qualitäts­urteil gut.

Hack­fleisch im Test Testergebnisse für 21 Gemischtes Hack­fleisch 02/2015

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Inhalt
Liste der 21 getesteten Produkte
Gemischtes Hack­fleisch 02/2015 - Abge­packt und mehrere Tage halt­bar
  • Aldi (Nord)/Bauernglück Hackfleisch aus Schwein und Rind zum Braten Hauptbild
    Aldi (Nord)/Bauernglück Hackfleisch aus Schwein und Rind zum Braten
  • Aldi (Nord)/Gut Bio Bio Hackfleisch zum Braten aus Rind- und Schweinefleisch Hauptbild
    Aldi (Nord)/Gut Bio Bio Hackfleisch zum Braten aus Rind- und Schweinefleisch
  • Aldi Süd/Müller Fleisch Bio bio Hackfleisch gemischt zum Braten Hauptbild
    Aldi Süd/Müller Fleisch Bio bio Hackfleisch gemischt zum Braten
  • Aldi Süd/Müller Fleisch Hackfleisch gemischt zum Braten Hauptbild
    Aldi Süd/Müller Fleisch Hackfleisch gemischt zum Braten
  • Bio+ Bio Hackfleisch gemischt zum Braten und Garen Hauptbild
    Bio+ Bio Hackfleisch gemischt zum Braten und Garen
  • Dennree/Königshofer Bio-Hackfleisch gemischt Hauptbild
    Dennree/Königshofer Bio-Hackfleisch gemischt
  • Eberswalder Hackfleisch gemischt zum Braten Hauptbild
    Eberswalder Hackfleisch gemischt zum Braten
  • Edeka/Gut&Günstig Hackfleisch gemischt zum Braten Hauptbild
    Edeka/Gut&Günstig Hackfleisch gemischt zum Braten
  • Kaufland/Purland Hackfleisch gemischt zum Braten Hauptbild
    Kaufland/Purland Hackfleisch gemischt zum Braten
  • Lidl/Biotrend Bio Hackfleisch gemischt vom Schwein und Rind zum Braten Hauptbild
    Lidl/Biotrend Bio Hackfleisch gemischt vom Schwein und Rind zum Braten
  • Lidl/Landjunker Hackfleisch gemischt vom Schwein und Rind zum Braten Hauptbild
    Lidl/Landjunker Hackfleisch gemischt vom Schwein und Rind zum Braten
  • Netto Marken-Discount/Gut Ponholz Hackfleisch gemischt zum Braten Hauptbild
    Netto Marken-Discount/Gut Ponholz Hackfleisch gemischt zum Braten
  • Norma/Gut Bartenhof Hackfleisch gemischt zum Braten Hauptbild
    Norma/Gut Bartenhof Hackfleisch gemischt zum Braten
  • Packlhof Hackfleisch gemischt, Bio Hauptbild
    Packlhof Hackfleisch gemischt, Bio
  • Penny/Mühlenhof Hackfleisch gemischt vom Schwein und Rind zum Braten Hauptbild
    Penny/Mühlenhof Hackfleisch gemischt vom Schwein und Rind zum Braten
  • Rewe/ja! Hackfleisch gemischt, vom Schwein und Rind zum Braten Hauptbild
    Rewe/ja! Hackfleisch gemischt, vom Schwein und Rind zum Braten
Gemischtes Hack­fleisch 02/2015 - Tages­frisch und am Her­stellungs­tag zu ver­brauchen
  • Edeka Hackfleisch gemischt vom Schwein und Rind Hauptbild
    Edeka Hackfleisch gemischt vom Schwein und Rind
  • Galeria Kaufhof/Lust auf Genuss Gehacktes gemischt Hauptbild
    Galeria Kaufhof/Lust auf Genuss Gehacktes gemischt
  • Kaiser's Tengelmann/Birkenhof Hackfleisch gemischt Hauptbild
    Kaiser's Tengelmann/Birkenhof Hackfleisch gemischt
  • Karstadt Feinkost/Perfetto Hackfleisch gemischt Hauptbild
    Karstadt Feinkost/Perfetto Hackfleisch gemischt
  • Real/Der Meistermetzger Hackfleisch gemischt Hauptbild
    Real/Der Meistermetzger Hackfleisch gemischt

Frisches Fleisch schmeckt besser, abge­packtes hat weniger Keime

Umfrage Hackfleisch Essen Sie rohes Hackfleisch, z.B. Mettbrötchen?

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Neben abge­packten Produkten nahmen die Prüfer auch Hack­fleisch von Bedien­theken im Supermarkt, das für den Verzehr am gleichen Tag bestimmt ist, unter die Lupe. Geschmack, Geruch und Mund­gefühl sowie die Fleisch­qualität waren bei der tages­frischen Ware im Schnitt besser als bei der abge­packten. Das halt­bare Hack­fleisch im Test enthielt dagegen durch­schnitt­lich weniger Keime als das tages­frische – Ausreißer gab es jedoch in beiden Gruppen. Sieger ist ein tages­frisches Hack­fleisch von der Bedien­theke, dicht gefolgt von einem abge­packten, länger halt­baren Bio-Produkt. Auch auf Platz zwei bis vier des abge­packten Hack­fleischs liegen drei Bio-Kandidaten mit jeweils sehr gutem, kräftigen Fleisch­geschmack. Die Tabelle zeigt, bei welchen Discountern es sich lohnen kann, zu Bio zu greifen.

Von E.coli bis Salmonelle

Ein Biohack­fleisch fällt deutlich aus der Reihe: eines der teuersten Produkte im Test – Königs­hofer von Dennree für 14 Euro pro Kilogramm. Darin entdeckten die Prüfer eine deutlich erhöhte Anzahl von potenziell krankmachenden E.coli-Bakterien. Keimbelastet war auch das Hack­fleisch von der Bedien­theke bei Galeria Kauf­hof. Es enthielt auffällig viele zu Verderb führende Enterobakterien. Salmonellen können schon in kleiner Anzahl krank machen und sollten in Lebens­mitteln gar nicht vorkommen. Die Prüfer fanden Salmonellen in allen vier untersuchten Proben des Hack­fleischs von Norma/Gut Bartenhof. Es schneidet mikrobiologisch am schlechtesten ab und gehört auch insgesamt mit einem nur ausreichenden Qualitäts­urteil zu den vier schlechtesten Produkten. Warum es trotzdem verkauft werden darf, erfahren Sie in unserem Artikel.

Antibiotikaresistente Keime in acht Produkten

Umfrage Hackfleisch Waschen Sie Hände, Geschirr und Küchengeräte jedes Mal gründlich, wenn Sie in Kontakt mit rohem Fleisch gekommen sind?

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Auch auf antibiotikaresistente Keime stießen die Tester in acht Fällen, darunter zwei Bio-Produkte. Sie fanden zwei Typen: MRSA und ESBL-bildende Keime. Vor allem Geflügel- und Schweine­bestände werden bei Krankheit häufig mit Antibiotika behandelt. Diese töten die meisten Erreger ab, die resistenten Keime jedoch bleiben und können sich umso besser vermehren. Immer öfter werden resistente Keime bei Nutztieren gefunden. Aus Ställen und Schlacht­höfen gelangen sie auch aufs Fleisch. Bei MRSA ist das Risiko einer Infektion des Menschen über Lebens­mittel gering. Bei ESBL-bildenden Keimen ist diese Gefahr größer. Gelangen die Keime dann etwa in offene Wunden, können sie schwere, schlecht behandel­bare Infektionen auslösen. Wie Verbraucher die Verbreitung der Keime in der eigenen Küche bremsen und ihre Lebens­mittel sicher zubereiten können, lesen Sie in unseren Tipps.

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