Sicherheitsprüfung: Auf Zeichen ist nicht immer Verlass

Eine Reihe von Haartrocknern erwies sich im Test als unsicher. Dabei wurden sie vor der Markteinführung überprüft. Zumindest legen das zwei Zeichen nahe. Auf allen 16 Testgeräten prangte das CE-Zeichen, auf 6 Geräten dazu das GS-Zeichen. Bei Verstößen drohen strafrechtliche Schritte, die Marktaufsicht muss eingreifen.

Haartrockner Test

CE: Steht für „Conformité européenne“ und ist auf jedem Haartrockner Pflicht. Der Hersteller garantiert, dass alle geltenden EU-Richtlinien für den Haartrockner eingehalten werden. Da er die Überprüfung am Produkt selbst machen kann, ist das CE-Zeichen eine Selbsterklärung des Herstellers, aber kein Prüfzeichen. Geräte aus Fernost brauchen es auch, sozusagen als Reisepass für die EU. Missbrauchsfälle sind nicht neu und kommen oft bei Ware aus China vor.

Haartrockner Test

GS: Steht für „geprüfte Sicherheit“ und basiert auf dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz. Es ist freiwillig, wird aber nur verge­ben, wenn die Anforderungen von einer der 84 weltweit tätigen unabhängigen Prüfstellen bestätigt werden, etwa dem Tüv. Neben dem Produkt prüfen sie auch die Fertigung. Ihre Zulassung muss regelmäßig erneuert werden. Derzeit entwickelt eine Arbeitsgruppe im Bundesministerium für Arbeit und Soziales Richtlinien, um das GS-Zeichen zu stärken und weitere Auswirkungen auf den Verbraucher zu regeln. Dies wäre, wie unser Test belegt, nur wünschenswert.

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