Das wird angeboten: Chemie und Natur

Tönungen. Sie lagern sich außen am Haar an und schwinden schnell. Graue Haare decken sie nicht ab. Aufschrift auf der Packung: „Haltbarkeitsstufe I“ oder „auswaschbar“.

Intensivtönungen. Sie dringen in das Haar ein und funktionieren nach dem Prinzip der Haarfarben: Farbcreme und Entwickler müssen gemischt werden. Die Mixtur raut die glatte Schuppenoberfläche der Haare auf, sodass sich kleine Farbmoleküle festsetzen können. Für manche ein Nachteil: Graue Haare werden so nur begrenzt abgedeckt. Vorteil: Das relativ starke Verblassen macht Unterschiede zum nachwachsenden Haar weniger scharf. Kennzeichnung: meist „Haltbarkeitsstufe II“.

Haarfarben. Sie sitzen idealerweise fester im Haar, sollten graue Haare völlig abdecken und dauerhaft halten. Das klappt manchmal nur in Grenzen. Nachteil: Nachwachsendes helleres oder graues Haar wird deutlicher als bei Intensivtönungen sichtbar. Kennzeichnung: „dauerhaft haltbar“ oder „Haltbarkeitsstufe III“.

Schnellfarben. Die neuen Produkte sollen in nur 10 Minuten färben, statt wie bisher in mindestens 20 Minuten. Das kann beispielsweise mehr Wasserstoffperoxid in der Creme bewirken (siehe Testtabelle).

Naturfarben mit Henna. Sie versiegeln das Haar. Der Grundton wird aber nur überdeckt. Graues Haar kann damit karottenrot erblühen. Das Versiegeln pflegt, macht aber unempfänglich für konventionelle Haarchemie. Wem die Hennatönung nicht gefällt, kann mit einer chemischen Färbung kaum etwas daran ändern. Auch Dauerwellen nimmt Hennahaar kaum an.

Re-Nature. Die sogenannte Naturtoncreme bildet mithilfe von Sauerstoff naturähnliche Farbpigmente. Das funktioniert aber nicht bei allen Farben (siehe Testtabelle).

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