Wie die Farbe entsteht: Reizende Inhaltsstoffe

Sie können Schleimhäute reizen und allergisieren. Im Test gab es aber keine Probleme.

Die Farbemulsion, die frisch gemixt auf den Haaren landet, ist ein hochreaktives Gemisch. Das Färben ist keine Wohltat, jedenfalls nicht für die Haare. Bei vielen kribbelt es auch auf dem Kopf. Und manchmal stinkts sogar.

  • Entwickler: Er enthält meist vor allem das Oxidationsmittel Wasserstoffperoxid. Das öffnet die Schuppenschicht der Haare und entzieht ihnen etwas Farbe, um dann eine einheitli­che­re Färbung zu bewirken. Wasserstoffperoxid gilt in den hier üblichen Konzentrationen nicht als kritisch für die Haut, wohl aber für die Augen.
  • Farbcreme: Wird auch Colorgel oder ähnlich genannt. Sie enthält winzige farblose Farbvorstoffe (Farbstoffvorstufen), die zu größeren Farbmole­külen reagieren, die dann schon wegen ihrer Größe ziemlich fest im Haar sitzen. Das oxidierende Gemisch aus vielen Substanzen kann Schleimhäute reizen oder schädigen und allergisieren.
  • Farbstoffe: Genau genommen sind es Farbvorstoffe wie Resorcin,Toluyendiamin, A-Naphtol. Sie können allergisieren, schon deshalb sollte man beim Färben und Ausspü­len Handschuhe tragen. Hände haben oft kleine Risse, in die allergisierende Stoffe leicht eindringen könnten. Zu dem Verdacht, dass die Farbstoffe Krebs erregend sein könnten: siehe Interview.
  • Alkalische Stoffe: Sie lassen das Haar ebenfalls aufquellen, damit es die Farb(vor)stoffe aufnimmt. Ammoniak riecht unangenehm stechend und ist in den Testprodukten oft ersetzt worden.
  • Pflegesubstanzen wie Silikone: Sie verschließen die aufgequollene Schuppenschicht der Haare zumindest teilweise wieder. Sie stecken vor allem in den Spülungen, die nach dem Färben aufgetragen werden.
  •  Duftstoffe: Sie sind in allen Färbekomponenten enthalten. Auch sie können Empfindliche allergisieren.

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