Gesichtsbehaarung: Viele Wege weg vom Haar

Kappen über der Haut / Depilation

Rasur. Haare über der Hautoberfläche abschneiden. Kurze Erfolgsdauer (drei bis fünf Tage). Auch wenn es immer wieder behauptet wird: Die Haare werden durch das Rasieren nicht stärker.

Chemische Produkte. Ein chemischer Stoff in Cremes oder Schäumen (meist Thioglykolsäure) zerstört den herausschauenden Teil des Haares. Erfolgsdauer etwa acht bis zehn Tage. Bei sehr kräftigem Damenbart muss man nach dem Einwirken oft noch mit einer Pinzette ran. Hautreizungen und allergische Reaktionen sind möglich. Das Präparat vor der Anwendung auf Verträglichkeit prüfen, zum Beispiel in der Armbeuge.

Ausreißen / Epilation

Pinzette. Ausreißen einzelner Haare bis unter die Hautoberfläche. Zeitaufwendig. Zupft man zu früh, kann das die Haut verletzen. Mögliche Folge: Entzündungen.

Wachs. Das auf die Haut aufgetragene Wachs umschließt die Haare. Beim Abziehen der Wachsschicht werden sie aus der Haut gerissen. Warm- und Kaltwachs gibt es für rund zehn Mark, Kaltwachsstreifen ab etwa zwölf Mark pro Stück. Eine Wachsentfernung macht auch die Kosmetikerin.
Für Schmerzempfindliche weniger geeignet. Der Pflastereffekt (Klebesubstanz) und ruckartiges Abreißen könnten Hautreizungen verursachen.

Permanentmethode

Nadelepilation. Eine hauchdünne Sonde wird durch den Haarkanal bis zur Haarwurzel geschoben, ein leichter Stromstoß soll die Wachstumszellen zerstören. Schmerzfaktor je nach Empfindlichkeit von Wärmegefühl bis zu deutlichem Schmerz. Es bleiben kleine rote Schorfpünktchen, die abheilen. Schäden am umliegenden Gewebe können entstehen. Die Haare müssen zur Behandlung gut sichtbar sein. Mehrfache Behandlung ist nötig, denn anfangs können Haare nachwachsen. Zeitaufwendig, da jedes Haar einzeln erreicht werden muss, kleine Narben sind möglich.

Laserepilation. Pulsierende Laser senden einen Lichtstrahl aus. In dunklem Haar wird Energie zu den Keimzellen geleitet und zerstört sie, das Haar fällt mitsamt Wurzel aus. Schmerzfaktor eher gering, moderne Laser arbeiten mit integrierter Hautkühlung. Nebenwirkungen: insgesamt weniger als bei Nadelepilationen. Das Risiko einer Narbenbildung ist gering. Insbesondere dunkle Haut kann wie auf übermäßige Sonnenbestrahlung reagieren. Nach wiederholter Anwendung bislang nachhaltige bis dauerhafte Wirkung. In der Regel wird eine Testbehandlung angeboten, um beispielsweise die Hautreaktion zu beurteilen. Gilt als relativ schonend und wirksam. Langzeituntersuchungen stehen noch aus. Wirkt nur bei pigmentierten, dunklen Haaren. Am wenigsten Nebenwirkungen bei heller Haut. Für einen nachhaltigen Erfolg sind mehrere Behandlungen notwendig.

Blitzlampe (Photoderm-, Epiderm- oder Epilight-Methode). Flächig wird sehr hohe Energie auf den Haut- und Haarbereich abgegeben, die bis zur Haarwurzel vordringen und das Wachstum stören soll. Schmerzfaktor unterschiedlich von gering bis hoch. Nebenwirkungen wie nach Sonnenbrand sind möglich. Geringes Risiko von Narbenbildung. Anfangs nachwachsende Haare sind feiner. Mehrere Nachbehandlungen notwendig.
Die Haare sollten gut sichtbar sein. Je dunkler und dicker das Haar, desto besser sind die Chancen für ein gutes Ergebnis. Aber nichts für dunklen oder gebräunten Teint. Das Verfahren wird oft fälschlicherweise als Laser bezeichnet. Manche Hautärzte beurteilen es eher kritisch.

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