Haar­verpflan­zung: Nicht ohne fach­ärzt­liche Beratung vorab

Haar­ausfall Test

Wieder dicht. Der Fußball­trainer Jürgen Klopp steht selbst­bewusst zu seiner Haar­verpflan­zung.

„Eine Trans­plantation ist ein relativ komplexer Eingriff, der viel Know-how und logistisches Können erfordert“, sagt Frank G. Neidel. Wichtig: eine fach­ärzt­liche Beratung im Vorfeld. Der Verband Deutscher Haarchirurgen, in dessen Vorstand Neidel sitzt, hat Leit­linien für den genauen Ablauf einer Verpflan­zung entwickelt. Details zur OP und ihren Risiken erklärt Neidel in einem Interview.

Umver­teilung. Im Prinzip werden Haarfollikel aus dem seitlichen und hinteren Haarkranz auf die kahlen Stellen verteilt. „Misst die Fläche mit den funk­tionierenden Follikeln weniger als 25 bis 20 Prozent im Vergleich zu einer großen Kahl­fläche“, erläutert Neidel, „wird das Resultat spärlich ausfallen, und es ist eher von einer Verpflan­zung abzu­raten.“

Team­arbeit. Für die OP braucht es „einen Spezialisten und genügend gut trainierte Mitarbeiter“, so Neidel. Der Chirurg entnimmt die Follikel samt Haut in Streifen oder einzeln, sein Team vereinzelt die Wurzeln unter dem Mikroskop und setzt sie an den kahlen Stellen ein. Nach etwa drei Monaten soll es wieder sprießen. Kosten: abhängig von der Zahl der verpflanzten Haare zwischen 2 500 und mehr als 10 000 Euro.

Dieser Artikel ist hilfreich. 64 Nutzer finden das hilfreich.