Das Haar: Langzeitspeicher

Wenn ein Haar sich bildet, lagern sich in seinen Zellen minimale Mengen an Mineralstoffen, Spurenelementen, Schwermetallen und anderen Stoffen ab, die im Blut zirkulieren. Wenn es verhornt und aus der Kopfhaut wächst, wird der Zellinhalt konserviert. Das Haar speichert diese Informationen über Monate. Andere Stoffe kann es auch direkt aus der Umwelt aufnehmen, zum Beispiel am Arbeitsplatz oder aus Leitungswasser.

Vom Kopf ins Labor: Für eine Haar­analyse wird die Haarprobe gewaschen, gespült, getrocknet, zerkleinert, in Salpetersäure aufgelöst und mit gereinigtem Wasser verdünnt. Mithilfe spezieller Apparaturen und Messverfahren kann das Haar auf seine biochemischen Bestandteile, zum Beispiel Mineralstoffe und Schwerme­talle, untersucht werden. Meist ermitteln die Anbieter von Haaranalysen 20 bis 40 Stoffe. Das Analyseergebnis kann allerdings durch verschie­dene Faktoren beeinflusst und verfälscht werden, zum Beispiel durch Shampoo- und Pflegerückstände, Färben, Bleichen, Dauerwelle, Chlorwasser aus dem Schwimmbad, Sonnenstrah­lung, Medikamente.

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