HVB-Starterpaket Schnelltest

Angebot: Die Hypovereinsbank (HVB) bietet jungen Leuten ein Starterpaket an. Es enthält ein Girokonto mit Maestro- und Kreditkarte, ein Wertpapier- und ein Fondsdepot. All das ist kostenlos, wenn im Schnitt 300 Euro monatlich eingehen. Guthaben wird mit 1 Prozent pro Jahr verzinst.

Wer Wertpapiere per Telefon oder online ordert, muss keine Mindestprovision zahlen, sondern nur Spesen in Höhe von 0,5 Prozent der Anlagesumme. Folgende Fonds gibt es mit 50 Prozent Rabatt auf die Ausgabeaufschläge: Die Aktienfonds Activest Europa (Isin DE 000 977 975 1) und Lux Global Select (Isin LU 012 669 950 2), den Rentenfonds Activest Lux Total Return (Isin LU 014 916 890 7) und den Kapitalschutzfonds Activest Lux Euro Protect (Isin LU 018 226 162 7).

Mit dem Starterpaket bekommen die Kontoinhaber außerdem Gutscheine, die sie beispielsweise nach einer bestandenen Führerscheinprüfung, dem Vordiplom oder dem Studienende einlösen können. Die HVB hält dann für sie ein Geschenk bereit und spricht ihre jungen Kunden bei dieser Gelegenheit auf andere Bankprodukte an.

Vorteil: Vergleichbare Angebote anderer Banken gelten meist nur für Auszubildende und Studierende bis zum Alter von 27 Jahren oder enden mit dem Berufsstart. Das Angebot der HVB gilt bis 30 und bezieht Berufseinsteiger in den ersten beiden Jahren ein. Der Fonds Activest Europa gehört zu den besten seiner Kategorie. Die anderen Fonds bewerten wir noch nicht, weil sie noch keine fünf Jahre alt sind.

Nachteil: Die Auswahl der rabattierten Fonds ist klein. Bei Direktbanken, Discountbrokern oder freien Fondsvermittlern ist das Angebot der rabattierten Fonds deutlich größer und die Vergünstigung gilt unbefristet. Die Rabatte betragen mitunter sogar 100 Prozent.

Fazit: Girokonto und Karten sind der attraktivste Teil des Starterpakets. Ähnliches gibt es aber auch bei anderen Banken. Wer viel Geld hat, ist trotz Guthabenverzinsung mit Tagesgeldkonto oder Geldmarktfonds besser bedient. Weiter bietet das Starterpaket günstige Kaufkonditionen für Wertpapierorders bis etwa 2 000 Euro. Billiger sind auch Discountbroker und Direktbanken kaum. Die HVB verlangt sonst eine Mindestgebühr von 30 Euro.

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