HVB-Komfortsparen Schnelltest

Angebot: Die Hypovereinsbank (HVB) bietet das HVB-Komfortsparen mit variablem Zinssatz an. Zurzeit liegt der Zins bei 1,1 Prozent pro Jahr. Er richtet sich nach dem Zins, den Banken untereinander für 6-Monats-Geld zahlen und wird viermal im Jahr angepasst. Der Kunde bekommt immer die Hälfte des 6-Monats-Euribor. Dazu kommen Extrazinsen: Es gibt 0,4 Prozent pro Jahr, wenn man einen Spardauerauftrag einrichtet. Weitere 0,6 Prozent erhält, wer das ganze HVB-Komfortpaket nutzt. Es enthält ein Girokonto plus Karten für 84 Euro im Jahr. Die Sparbuchzinsen steigen außerdem abhängig vom Sparguthaben. Ab 2 500 Euro gibt es einen Zuschlag von 0,2 Prozent, ab 25 000 Euro 0,8 Prozent.

Vorteil: Wer alle Bedingungen erfüllt, bekommt 2,9 Prozent Zinsen pro Jahr. Das ist zwar nicht spitze, liegt aber über dem Durchschnitt.

Nachteil: Wer innerhalb der ersten drei Jahre Geld vom Komfortsparbuch abheben will, muss ­einen „Vorfälligkeitspreis“ von 1 Prozent zahlen. Ab dem dritten Jahr können die Kunden, wie bei Sparbüchern üblich, pro Monat über 2 000 Euro vorschusszinsfrei verfügen. Anleger, die höhere Beträge abheben wollen, müssen diese drei ­Monate vorher kündigen oder einen „Vorverfügungspreis“ von 0,25 Prozent zahlen.

Fazit: Das Komfortsparen der Hypovereinsbank ist kompliziert und nicht einmal Kunden zu empfehlen, die bereits ein HVB-Komfortpaket haben. Wer sein Geld drei Jahre festlegen will, bekommt zum Beispiel bei der CC-Bank 3,1 Prozent Zinsen pro Jahr, und das schon ab 2 500 Euro.

Alternative: Für Ratensparer ist Tagesgeld eine Alternative: Je nach Angebot beträgt die Verzinsung ab dem ersten Euro zwischen 2,25 und 2,75 Prozent. Das Geld kann jederzeit ohne Nebenbedingungen wieder von dem Konto abgehoben werden.

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