HTC Velocity 4G Schnelltest

Das HTC Velocity 4G

Das HTC Velocity 4G

Fünf Mal so schnell wie UMTS – das verspricht die neue Mobil­funk­technik LTE. Vodafone bietet nun Deutschlands erstes Smartphone für LTE: das HTC Velocity 4G. Im Schnelltest beeindruckt es mit Turbointernet, kämpft aber auch mit einigen Kinderkrankheiten.

LTE – die vierte Generation

LTE (Long Term Evolution) bezeichnet den neuen Übertragungsstandard im Mobilfunk. Es ist die vierte Generation im Mobilfunk, daher abgekürzt 4G. LTE überträgt Daten deutlich schneller als das bekannte UMTS-Netz. Die Downloadrate soll bis 100 Megabit pro Sekunde reichen. Das wäre schnell genug für zügiges Laden von Bildern, Video-Chats und hochaufgelöstes Fernsehen. Zum Vergleich: UMTS schafft derzeit bestenfalls 21 Megabit pro Sekunde. LTE nutzt Frequenzbänder, die durch die Abschaltung analoger Fernsehsignale frei wurden. Diese Frequenzbänder sollen zuerst ländliche Regionen versorgen, die bisher keine schnellen Internetleitungen haben. Später erfolgt der Ausbau in den Städten.

Viel Geld für halbes LTE

Zurzeit vertreibt Vodafone das HTC Velocity 4G. Preis: 49,90 Euro. Hinzu kommen jedoch monatlich 99,95 Euro für die SuperFlat Internet Allnet sowie 10 Euro für die LTE-Option. Die Anschlussgebühr beträgt 29,99 Euro. Das ergibt bei zwei Jahren Mindestlaufzeit 2 720 Euro. Ohne Vertrag kostet das Smartphone 600 Euro. Aber selbst mit dem teuren Vertrag erreichen Vodafone-Kunden nicht die maximale LTE-Geschwindigkeit. Vodafone begrenzt die Downloadrate auf 50 Megabit pro Sekunde. Und nach drei Gigabyte ist der Geschwindigkeitsrausch wieder vorbei. Dann drosselt Vodafone die Geschwindigkeit auf 64 Kilobit pro Sekunde.

Schnelle Datenverbindung

Im Schnelltest lud das HTC Velocity 4G tatsächlich Daten mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde aus dem Internet. Selbst HD-Videos von Youtube luden sofort und ohne Unterbrechung. Praktisch: Das LTE-Handy kann auch einen WLan-Hotspot herstellen. Über den gelangt das Notebook ins Internet. Beim Hochladen von Daten schaffte das HTC Velocity 4G im Vodafone-Netz immerhin 6 Megabit pro Sekunde. Diese Datenraten sinken jedoch, wenn mehrere Nutzer in einer Funkzelle über LTE surfen.

Keine Anrufe beim Surfen

Zum Surfen im Internet wählt sich das Smartphone in einer LTE-Basisstation ein. Anrufe laufen jedoch wie gewohnt über UMTS- oder GSM-Basisstationen. LTE überträgt bisher keine Telefonate. Das Problem: Wer mit dem Smartphone im LTE-Netz surft, kann währenddessen keine Anrufe empfangen. Sie landen auf der Mailbox. SMS informieren dann über entgangene Anrufe. Wer mit dem HTC Velocity 4G telefonieren möchte, muss in den Telefonmodus wechseln. Das Gerät sucht dann Verbindung zu einer UMTS- oder GSM-Basisstation. Dabei vergehen einige Sekunden.

LTE leert den Akku schneller

Die schnelle Datenübertragung im LTE-Netz kostet Energie. Der Akku entleert sich deutlich schneller als im UMTS-Netz. Beim Videoschauen im LTE-Netz macht der Akku nach zweieinhalb Stunden schlapp. Im UMTS-Netz hält er eine Stunde länger. Wer mit dem HTC Velocity 4G im LTE-Netz navigiert, braucht sogar schon nach knapp zwei Stunden eine Pause – zum Beispiel am Zigarettenanzünder. Vor allem wegen der schlechteren Laufzeiten im LTE-Betrieb bekommt der Akku nur ein Ausreichend. Die Ergebnisse im Detail zeigt der Produktfinder Handy und Smartphone.

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