HPV-Impfung Fragen nach Todesfällen

27.03.2008

Sind Nutzen und Risiken der HPV-Impfung neu zu bewerten? In Deutschland und Österreich sind zwei Todesfälle aufgetreten.

Die Impfung: Die Impfung auf Humane Papillomviren (HPV) führt zur Antikörperbildung gegen bestimmte sexuell übertragbare Viren, Mitverursacher für Gebärmutterhalskrebs. Pro Jahr sterben in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs schätzungsweise 1 800 Frauen. Die Impfung wird für Mädchen von 12 bis 17 Jahren von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch Institut empfohlen und von den Kassen bezahlt (siehe Test Gynäkologen). Bei uns gibt es zwei Impfstoffe: Gardasil und Cervarix.

Die Todesfälle: Einen Tag nach der zweiten Impfung mit Gardasil verstarb eine junge Deutsche an einem Herz-Kreislauf-Stillstand. In Österreich starb eine 19-Jährige etwa drei Wochen nach der Impfung mit Gardasil.

Die Zulassungsbehörde: Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Fälle untersucht und geht davon aus, dass ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung nach gegenwärtigen Erkenntnissen nicht besteht. Auch aus den USA wurden Todesfälle bekannt. Dort ist ein Zusammenhang ebenfalls nicht zu belegen, aber auch nicht auszuschließen.

Die Studien: An Studien mit den Impfstoffen haben weit über 20 000 junge Frauen teilgenommen – ohne ernste Zwischenfälle. Kritische Ärzte und Arzneimittelexperte Professor Gerd Glaeske von der Universität Bremen raten zur Zurückhaltung, bis weitere Daten vorliegen. Früherkennungsuntersuchungen bleiben ohnehin wichtig, da die Impfung nicht vor allen Erregern schützt. Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs sind gut zu erkennen und zu behandeln.

27.03.2008
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