HP-Drucker Scannen nur mit Nutzer­konto?

HP-Drucker - Scannen nur mit Nutzer­konto?
Im Drucker-Test der Stiftung Warentest schneiden HP-Drucker ganz unterschiedlich ab - die Noten reichen von Gut bis Ausreichend. © Stiftung Warentest

Die Druckersoftware „HP Smart“ verlangt fürs Scannen ein Nutzer­konto. Das ist ärgerlich – aber leicht zu umgehen. Die Multimedia-Experten der Stiftung Warentest zeigen, wie.

Penetrante HP-Smart-App

Wer einen aktuellen HP-Drucker besitzt, nutzt wahr­scheinlich auch die Software „HP Smart“. Sie dient dazu, HP-Drucker in Betrieb zu nehmen und bietet nach der Erstein­richtung einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funk­tionen. In letzter Zeit sorgt das Programm für Irritationen. Ende Februar beschwerte sich der test.de-Nutzer mit dem Pseudonym Giebelj: „Wir konnten ohne Anmeldung nicht mehr scannen.“ Auch unsere Tester forderte die HP-Smart-App auf, zum Scannen ein Nutzer­konto einzurichten.

Tipp: Sparfüchse, Internet­ausdrucker und Freunde des schönen Fotodrucks, aufgepasst! Egal ob Tinten- oder Laser­drucker mit und ohne Farbe oder Multi­funk­tions­drucker mit integrierter Scan- und Faxfunk­tion: In unser Drucker-Testdatenbank finden Sie genau den richtigen Drucker für Ihren Bedarf.

Schlechte Note

Mit Blick auf Hand­habung und Daten­schutz ist es wenig erfreulich, für eine Haupt­funk­tion eines Kombidruckers erst einmal unter Angabe seiner E-Mail-Adresse ein Konto einrichten zu müssen. In unserem Drucker-Test führt die Konto­pflicht von HP Smart daher zu der Note Ausreichend in der Bedienung.

HP-Drucker - Scannen nur mit Nutzer­konto?
Ärgerlich: Zum Scannen verlangt die HP-Smart-App neuerdings ein Nutzer­konto. © Screenshot Hewlett Packard

HP wiegelt ab

Wir haben bei HP nachgehakt, warum die Software „HP Smart“ fürs Scannen ein Nutzer­konto verlangt. Der Anbieter wiegelte ab: Ein Nutzer­konto sei erforderlich, um „die einfache und effektive Nutzung bestimmter HP-Smart- und/oder Drucker­funk­tionen zu ermöglichen“ – wie zum Beispiel eine Personalisierung der App oder das Drucken übers Internet. Warum die App dann aber auch schon für eine einfache Grund­funk­tion wie das Scannen ein Konto braucht, erklärte HP uns nicht. Die App diene dazu, „eine einfachere und flexiblere Installation und Nutzung“ zu ermöglichen, so HP. Basis­funk­tionen wie Drucken und Scannen könnten „selbst­verständlich ohne die Installation der HP Smart App und ohne Benutzer­konto genutzt werden.“ Damit wider­spricht HP allerdings der eigenen Schnellst­art­anleitung: Der zufolge ist HP Smart zur Installation „erforderlich“.

HP-Drucker - Scannen nur mit Nutzer­konto?
HP Smart. Auf ihrer Start­seite bietet die App einen schnellen Zugriff auf die Funk­tionen des Druckers. © Screenshot Hewlett Packard

Scannen auch ohne HP-Konto möglich

Zum Glück lässt sich das Problem aber recht leicht umgehen: Man muss nur ein anderes Programm zum Scannen nutzen als HP Smart. Das kann zum Beispiel das wind­ows-eigene Tool Wind­ows-Fax und -Scan sein, zu finden im Start­menü unter „Wind­ows-Zubehör“. Wer mehr Funk­tionen braucht, kann zu kostenlosen Programmen wie zum Beispiel dem quell­offenen NAPS2 greifen. Für beide Lösungen braucht man kein Nutzer­konto – wozu auch?

Tipp: In unserem Drucker-Test finden Sie auch etliche Multifunktionsdrucker mit gutem Scanner.

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7 Kommentare Diskutieren Sie mit

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HP_Userin am 10.08.2021 um 12:51 Uhr
Datenklau geht mir auf die Nerven

HP sollte ein solches Vorgehen untersagt werden. Man kann dann also nur scannen, wenn man Online ist? Das ist die Höhe!

Unkenvieh am 20.05.2021 um 18:20 Uhr
Dazu gehören auch Zwangsupdates

Vor Monaten wurde man auch noch gezwungen das HP Smart Update durchzuführen. Ohne dem war die Nutzung aller Funktionen nicht mehr möglich. Damit wurde die Registrierung eingeführt. Bei mir lößte es ein riesiges Problem aus, der Drucker war überhaupt nicht mehr nutzbar. Auch die Windows Scan Funktion funktionierte nicht mehr. Der Treiber fand zum Scannen den Drucker nicht mehr, obwohl per IP die Webseite erreichbar war. Habe 2 Wochen gebraucht mit unzähigen De- und Installationen ihn wieder nutzbar zu machen.
Lokales Scanen ist eine Grundfunktion, muss ohne Konto gehen !
Die Windows Scan Möglichkeiten sind grottig, kennt auch kein PDF. Ist keine Alternative. Weitere freie Software war nach dem Update auch nicht zum Betrieb zu überreden.
Das grenzt an Sabotage!

DHL-Hasser am 26.04.2021 um 15:17 Uhr
HP ist das Letzte

Leider hatten wir auch einmal einen HP Drucker gekauft. Dieser war sehr unzuverlässig und bereitete andauernd Probleme mit den Tintenpatronen. Diese wurden sehr schnell leer und selbst Original HP Tintenpatronen wurden manchmal als nicht funktionierende Fremdpatrone „erkannt“. Was für eine Frechheit. Fremd-Patronen wurden manchmal erkannt, manchmal nicht. Ein System war nicht erkennbar. Zusammenfassend: HP kommt uns nicht mehr ins Haus. Diese meiner Meinung nach semi-kriminelle Firma sollte möglichst bald bankrott gehen.

Th3Dan am 28.03.2021 um 16:53 Uhr
Epson EcoTank mit Linux Support

Ich habe mich für einen Epson EcoTank entschieden, auch wenn der mehr Kostet. Die Gründe waren:
- Hohe Reichweite
- Keinen Müll durch unzählige (oft nur gering befüllte Tintenpatronen)
- Die Tinte selbst ist dadurch auch günstiger, also auch kein Galama mit Drittanbieter Tinte die beim nächsten Update nicht mehr funktioniert oder minderwertigen Produkten die eine schlechte Qualität liefern
- Linux Unterstützung
Vor allem Linux war mir wichtig, da ich aus Sicherheits- und Datenschutzgründen so gut es geht von proprietären Betriebssystemen weg möchte. Das ist leider noch nicht bei allen Herstellern Selbstverständlich. Auch bei dem EcoTank muss man noch Einschränkungen im Vergleich zu Windows hinnehmen. So funktioniert z.B. das Scannen am Drucker selbst und das Übertragen zum PC nicht.
Ansonsten bin ich mit der Entscheidung sehr zufrieden. Einziger Wehrmutstropfen: Die durchschnittliche Druckgeschwindigkeit, damit kann ich aber leben

loredan am 28.03.2021 um 14:16 Uhr
Viel mehr Linux- Ware testen

Ich kann mich einem der Kommentatoren nur anschließen: Ich verwende Linux und registriere seit langem das völlige Fehlen/ Nichtbeachten der Linux- Fraktion. Werden die Nutzer dieser alternativen Software nicht durch Testberichte unterstützt (z.B. Klärung der Kompatibilität von Hardwarekomponenten wie Laptops, Druckern usw.), braucht man sich nicht zu wundern, dass diese Konsumentenfraktion zahlenmäßig klein bleibt. Also, bitte Linux- Rechner testen!!