HIV-Infektionen Meldung

Deutschlands Blutspendedienste sollen bis Ende des Jahres neue Sicherheitsvorkehrungen einführen, um die Übertragung des Aids-Erregers HIV durch Blut und Blutprodukte zu minimieren.

Mit einem neuen Test soll künftig direkt nach Viren im Blut gefahndet werden. Bisher wird vor allem nach Antikörpern gegen das Virus gesucht. Die bilden sich aber erst etwa sechs Wochen nach einer Infektion. Die Viren selbst sind dagegen schon nach wenigen Tagen nachweisbar. Das Risiko, sich durch eine Blutübertragung mit HIV anzustecken, ist schon heute sehr gering. In den vergangenen zwei Jahren wurden in Deutschland etwa acht Millionen Erythrozyten- und vier Millionen Blutplättchenkonzentrate übertragen. Dabei wurden vier Patienten durch HIV infiziert. Fachleute hoffen, solche Infektionen durch den neuen Test so gut wie ausschließen zu können.

Bis zum Ende des Jahres wird das Paul-Ehrlich-Institut das neue Prüfverfahren obligatorisch vorschreiben. Einige Blutspendedienste verwenden den Virentest schon jetzt probeweise.

Dieser Artikel ist hilfreich. 563 Nutzer finden das hilfreich.