Mit Inkassobüros drohen derzeit dubiose Firmen Verbrauchern, die Rechnungen für den Besuch ihrer Homepage im Internet nicht bezahlen wollen.

Die Hamburger Firma HFM GmbH wertet den Besuch ihrer Seite als Beweis dafür, dass der Rechnungsempfänger ein Abonnement abgeschlossen hat. Sie schickt einen Ausdruck von der angeblich gewählten Homepage und von den Geschäftsbedingungen zu, berichtet die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Auch Firmen wie HAS Hanseatische Abrechnungssysteme, ATS Audiovisual Telecom Services oder DWM Digital Web Media versenden bereits seit einigen Wochen Rechnungen über 49 Euro oder 69,95 Euro.

Offenbar installiert sich unbemerkt beim Surfen, zum Beispiel beim Wegklicken eines Werbebanners, ein un­zulässiger Dialer (Anwählprogramm). Dieser stelle einen Anschluss zu einer normalen Festnetznummer her. Die Verbindung werde von den Firmen als Bestellung eines Monatsabonnements zum Beispiel zum Ansehen von Erotikseiten angesehen, teilt die Verbraucherzentrale mit.

Kunden, die sich keines Vertrags bewusst sind, brauchen die Rechnung nicht zu bezahlen. Ein Homepage-Ausdruck sei kein Beweis für den Abschluss eines Vertrags. Sofort handeln muss allerdings, wer einen gerichtlich zugestellten Mahnbescheid erhält. Gegen diesen muss er innerhalb von 14 Tagen Widerspruch einlegen, um eine Pfändung zu vermeiden.

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