Ratlose Schenker greifen gern zum Gutschein. Mit dem Einlösen sollte sich der Beschenkte jedoch nicht allzu lange Zeit lassen. Jeder Gutschein läuft irgend­wann ab. Wenn der Händler ihn nicht befristet hat, muss der Beschenkte ihn inner­halb von drei Jahren einlösen. Das entspricht der gesetzlichen Verjährungs­frist. Kürzere Fristen sind erlaubt, dürfen aber nicht zu knapp bemessen sein. Für den Internet­versandhändler Amazon hat das Ober­landes­gericht München entschieden: Dessen Gutscheine müssen länger als ein Jahr gültig sein (Az. 29 U 3193/07).

Ist der Gutschein abge­laufen, heißt das nicht unbe­dingt, dass der Kunde leer ausgeht. Bei befristeten Gutscheinen muss der Händler den Geld­wert erstatten, solange die dreijäh­rige Verjährungs­frist nicht abge­laufen ist. Der Händler darf allerdings den Betrag behalten, den er bei recht­zeitiger Einlösung als Gewinn gemacht hätte: Das kann 15 bis 25 Prozent Abzug bedeuten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 6 Nutzer finden das hilfreich.