Nur warnen kann Finanztest Anleger vor dem Abschluss hoch spekulativer Börsentermingeschäfte über die Firma Guthmann & Roth in Berlin. Die Firma kassiert für ihre Vermittlung so hohe Gebühren, dass die Einzahlungen des Anlegers "sehr schnell zu einem ganz erheblichen Teil oder sogar vollständig nur und ausschließlich durch Gebühren aufgebraucht werden". Darauf weist Guthmann & Roth auch ausdrücklich im Prospekt hin.

Die Firma warnt Anleger auch davor, Mitarbeitern Glauben zu schenken, die ihnen Gewinne garantieren oder ihnen eine Verlustbegrenzung zusichern. Doch viele Anleger ignorieren diese gesetzlich vorgeschriebenen Warnungen und fallen auf die Verkäufer der Gesellschaft herein, die Kunden häufig so lange anrufen, bis sie Geld überweisen.

So war es auch bei einer Anlegerin aus Berlin. Immer wieder rief der Guthmann&Roth-Verkäufer die Frau an, bis sie schließlich per Fax einen Auftrag erteilte. Schon kurze Zeit später machte sie Verluste. "Ich wollte aussteigen, doch der Kundenbetreuer erklärte mir: Bleiben Sie drin, das wird jetzt alles besser. Dafür müssen Sie jedoch schnell handeln." Daraufhin habe sie sogar persönlich einen Barscheck bei der Firma abgegeben. Die Frau verlor rund 15.000 Mark.

Vor solchen Verlusten schützt auch die Aufsicht durch die Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen und den Wertpapierhandel nicht.

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