Guthmann & Roth Meldung

Reingefallen? Der Verbleib von Geldern bei der Bank Guthmann & Roth ist noch ungeklärt.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) hat die Wertpapierhandelsbank Guthmann & Roth AG in Berlin für den Kundenverkehr geschlossen. Das Amt verhängte ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot und beantragte außerdem beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Kreditinstituts.

Guthmann & Roth räumte ein, dass der Verbleib von Treuhandgeld in einem Umfang von 35 bis 40 Millionen Euro unklar sei. Laut BAFin gibt es Anhaltspunkte dafür, dass Geld von zirka 500 Kunden in diesem Umfang veruntreut worden ist. Da das Institut nicht in der Lage ist, das Geld zu erstatten, musste das BAFin das Institut schließen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Wertpapierhandelsbank. Das Institut wickelt für Kunden Termingeschäfte in den USA ab. Im Rahmen dieser Finanzkommissionsgeschäfte hat es Kundengeld auf Konten bei einem US-Broker gehalten.

Die Guthmann & Roth AG gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) in Berlin an. Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften sind bis zu 90 Prozent beziehungsweise bis zu einer Grenze von maximal 20 000 Euro abgesichert. Ein Entschädigungs­an­spruch besteht allerdings nur , wenn das Geld auf die Währung eines Staates der Europäischen Union oder auf Euro lautet. Die EdW wird die Kunden des Instituts nach der Feststellung des Entschädigungsfalls durch die Aufsicht von sich aus anschreiben.

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