Guthmann & Roth Meldung

Oft schieben dubiose Geschäftemacher Strohmänner als ­Geschäftsführer vor. Dann ist es schwer, sie persönlich haft­bar zu machen.

Mit hochspekulativen Termingeschäften hat die Firma Guthmann & Roth viel Kundengeld versenkt. Doch nun kommen Anleger vielleicht an den Drahtzieher heran. Der müsste dann mit seinem Privatvermögen haften.

Über das Geld dieses Mannes hat das Kammergericht Berlin den so genannten Arrest verhängt (Az. 9 U 354/02). „Damit verhindert man, dass das Geld vor einem endgültigen Urteil verschwindet“, erklärt der Berliner Klägeranwalt Dietmar Kälberer.

Dem Mann im Hin­tergrund droht die persönliche Haftung, obwohl er immer nur als Be­rater von Guthmann & Roth auftrat. Doch: „Er hat­te dort sein Büro, kontrollierte die Geschäfte und verhandelte mit der Bundesanstalt für ­Finanzdienstleistungs­aufsicht“, sagt Kälberer.

Ob der Berater am Ende tatsächlich haftet, entscheiden die Richter erst noch. Wasserdichte Beweise mussten die Geschädigten zur Durchsetzung des Arrests noch nicht vorlegen. Das Gericht sichert damit nur den Zugriff auf das Geld. Jetzt kommt es auf das Hauptverfahren an.

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