Gute Vorsätze Meldung

Gänsebraten, Christstollen und fast immer auch zu viel Alkohol - während der Weihnachtsfeiertage macht sich kaum jemand Gedanken um gesunde Ernährung. Danach jedoch schon. Ein besorgter Blick auf die Waage und der Entschluss ist schnell gefasst: Abnehmen und auch ein wenig mehr Sport treiben. Zum Jahreswechsel kommen meist Vorsätze dazu: Etwa mit dem Rauchen aufhören, mehr Zeit für die Familie und weniger Stress. Doch das schwerste überhaupt ist es, die guten Vorsätze auch umzusetzen. Konkrete Ziele, Planung und die richtige Motivation verbessern die Aussicht auf langfristigen Erfolg. test.de sagt, was hilft, um durchzuhalten.

Die richtige Strategie

  • Realistisches Ziel. Egal, ob es ums Abnehmen geht oder darum, mit dem Rauchen aufzuhören: Legen Sie exakt fest, was genau Sie wann, wie, mit wem und wo machen möchten. Mit diesen konkreten Punkten fällt der erste Schritt zur Veränderung viel leichter.
  • Konkreter Zeitrahmen. Es ist ebenso wichtig, sich einen konkreten Zeitrahmen abzustecken, innerhalb dessen der Vorsatz umgesetzt werden soll. Dabei sollten Sie das Ergebnis klar formulieren. Aber Vorsicht: Das eigentliche Ziel sollte Sie zwar herausfordern und auch ein wenig verpflichtend sein, aber es muss realistisch bleiben. Sonst können Sie schnell die Motivation verlieren.
  • Etappenziele. Setzen Sie sich Etappenziele. Wenn Sie diese erreichen, macht das Mut durchzuhalten.
  • Kurzfristige Verlockungen. Machen Sie sich die langfristigen Ziele besonders anschaulich. Stellen Sie sich also vor, wie schlank Sie bald aussehen, oder wie fit Sie sein werden, wenn Sie mehr Sport treiben. Je anschaulicher dies geschieht, desto mehr verblassen kurzfristige Verlockungen.
  • Motivation. Um richtig motiviert zu sein, sollten Sie sich ein Motto suchen, das nicht auf Verzicht ausgelegt ist. Also nicht „Ich rauche nicht mehr“, sondern „Ich will wieder frei atmen können und gleichzeitig mehr Geld für schöne Dinge sparen“.

Raucher-Stopp

Die Nikotinabhängigkeit ist besonders hartnäckig. Kraft ihres Willens schaffen es nur 5 Prozent der Raucher länger als ein Jahr ohne Zigaretten. Den größten Erfolg verspricht das spontane Aufhören zu einem geeigneten Zeitpunkt. Erfolgversprechend ist auch ein kombiniertes Programm aus Nikotinprodukten wie Kaugummis und Pflaster, professioneller Beratung sowie speziellem Training.

Tipp: Ausführliche Informationen zur Raucher-Entwöhnung gibts im Online-Special.

Weniger Alkohol

Niemand sollte sich angewöhnen, jeden Tag Alkohol zu trinken. Wer jeden Tag sogar größere Mengen trinkt, riskiert Entzündungen von Leber, Magen und Bauchspeicheldrüse, zusätzlich steigt die Krebsgefahr. Den kritischen Zeitpunkt der Abhängigkeit kann niemand bestimmen. Wer gefährdet ist, sollte versuchen, bestimmte „Trinkregeln“ einzuhalten. Dazu gehört, nicht jeden Tag Alkohol zu trinken und gelegentlich eine „trockene Woche“ einzulegen.

Tipp: Ausführliche Informationen, Adressen und Tipps gibts im Spezial-Heft Gesund leben.

Mehr Bewegung und Sport

Wer sich mehr bewegt und Sport treibt, stärkt die Muskeln und verbessert die Kondition. Auch Abnehmen geht mit Sport viel leichter. Anfänger sollten aber nicht zu hohe Ansprüche an sich stellen oder zu schnelle Effekte erhoffen. Wer ins Fitnessstudios gehen will, sollte sich genügend Zeit bei der Auswahl lassen und erst einmal verschiedene Studios ausprobieren. Ideale Ausdauersportarten sind Joggen, Inlineskaten, Radfahren oder Schwimmen. Die letzten beiden sind auch besonders gelenkschonend.

Tipp: Der Deutsche Sportbund gibt ausführliche Informationen zu den verschiedenen Sportarten.

Gesunde Ernährung

Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts sind allein in Deutschland mehr als die Hälfte aller Frauen und gut zwei Drittel der Männer übergewichtig. Das liegt neben zu wenig Bewegung und Sport auch an falschen Essgewohnheiten und zu viel ungesunder Kost. Darunter leidet die Gesundheit: Herz-Kreislauferkrankungen und Stoffwechselstörungen nehmen immer stärker zu. Dabei ist es nicht schwer, sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren: Gemüse und Obst sollten jeden Tag auf dem Speisezettel stehen. Auch mageres Fleisch und Fisch dürfen öfter auf den Teller. Wichtig ist es zudem viel zu trinken: Zusätzlich zum Essen sollten das 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag sein. Am besten geeignet sind Wasser, ungesüßter Tee und verdünnte Fruchtsäfte.

Tipps: Ausführliche Informationen rund um eine gesunde Ernährung gibts im Online-Special
Viele leckere, aber gesunde Rezepte liefert das Buch „ Familie in Form“. Besonders praktisch: Die Zubereitung dauert meist nicht länger als eine halbe Stunde.

Weniger Stress

Wer oft gereizt, lustlos und erschöpft ist sollte versuchen, den Alltag weniger hektisch und stressig zu gestalten. Dazu gehört es, sich im Berufsalltag bewusst kleine Auszeiten zu nehmen. Helfen können auch spezielle Stressbewältigungs-Programme wie die Muskelentspannung nach Jacobson.

Tipp: Weiterführende Informationen gibts im Spezial-Heft Gesund leben.

Dieser Artikel ist hilfreich. 111 Nutzer finden das hilfreich.