Gute Vorsätze Meldung

Neues Jahr, neue Ziele. Doch wie gelingt es, die hehren Pläne auch umzu­setzen? Dr. Meinald Thielsch erforscht an der Universität Münster die Psycho­logie der Vorsätze. Er weiß, wie man ein Ziel so formuliert, dass es auch Chancen hat, verwirk­licht zu werden.

Möglichst klar, konkret und realistisch

Gute Vorsätze Meldung

Dr. Meinald Thielsch.

Was ist ein Vorsatz mit hohen Erfolgs­chancen?

„Frei­tags nach der Arbeit eine Stunde schwimmen“ ist ein besseres Ziel als „Mehr Sport machen“. Ein guter Vorsatz ist also klar formuliert, heraus­fordernd und dennoch realistisch. Am besten mit konkretem Termin und einer Zielgabe, die Sie über­prüfen können. Versuchen Sie den Weg zum Ziel so attraktiv wie möglich zu machen: Moti­vieren Sie zum Beispiel einen Kollegen mitzumachen und gehen Sie danach zusammen noch ein Glas trinken.

Was hilft noch, stark zu bleiben?

Kontrolle, etwa durch das soziale Umfeld: Erzählen Sie Ihren Freunden von Ihrem Vorsatz – das übt positiven Druck aus. Wer Ziele lieber für sich behalten möchte, dem kann ein Brief an sich selbst oder ein Zettel am Bade­zimmerspiegel helfen, sie im Auge zu behalten.

Sich Fehler verzeihen

Ist Scheitern erlaubt?

Absolut. Wichtig ist allerdings, von Anfang an zu wissen, wie Sie damit umgehen wollen. Ein guter Weg: Sich Fehler verzeihen und dann weitermachen. Wer aufhören will zu rauchen und sich am 10. Januar mit einer Zigarette erwischt, sollte sich das nach­sehen und die verbleibenden 355 Tage des Jahres als Chance sehen, das Ziel zu erreichen.

Geht es uns besser mit Vorsätzen?

Die Hälfte der Probanden in einer unserer Studien hatte keine Vorsätze – sie waren zufriedener als die Teilnehmer mit Vorsätzen. Möglicher­weise waren sie von vorn­herein mit sich im Reinen und hatten deshalb erst gar keine Ziele gesteckt. Klar hingegen ist: Wer Vorsätze macht und sie erreicht, gewinnt enorm an Selbst­vertrauen und ist beim nächsten Ziel mess­bar erfolg­reicher. Der Effekt heißt Selbst­wirk­samkeit und wurde vielfach nachgewiesen.

Gute Vorsätze in die Tat umsetzen – die Stiftung Warentest hilft dabei

Dreizehn Prozent der Deutschen nehmen sich vor, im neuen Jahr beruflich voran­zukommen. Das zeigt eine Umfrage zum Jahres­wechsel 2015/16. Während die Rendite für Bundes­anleihen zurzeit bei einem halben Prozent liege, rentierten sich Investitionen in die Bildung mit 10 Prozent, schreibt die Wirt­schafts­psychologin Regina Schneider in ihrem Blog. Höchste Zeit also, den guten Vorsätzen auch Taten folgen zu lassen – und sich beruflich weiterzubilden, um die nächste Stufe in der Karriereleiter zu erklimmen. Wie das gelingen kann, zeigt ein neues Angebot der Stiftung Warentest. Unser Weiterbildungsguide hilft Ihnen heraus­zufinden, auf welche Weise Sie Ihre beruflichen Ziele am besten erreichen.

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