Gute Vorsätze Meldung

Wer plant, gewinnt. Außerdem wichtig: Machen Sie Ihrem inneren Schweinehund klar, wer Herr im Haus ist.

Das Gesundheitsrezept eines Berliner Kneipenwirts ist plakativ und einfach: „Du brauchst keinen Arzt und keine Apotheke, stehst Du bei „Nico“ an der Theke.“ Wer nicht sicher ist, ob diese Art der Selbsthilfe dauerhaft wirksam ist, sollte auch Ratschläge von Gesundheitswissenschaftlern in seinem Alltag beherzigen. Die magische Formel lautet: Ernährung, Bewegung, Entspannung. Außerdem: Abspecken, Alkohol reduzieren, Abschied von der Zigarette. Das sind auch die klassischen Vorsätze fürs neue Jahr, doch den meisten Menschen fällt es schwer, sie umzusetzen. Es gibt aber ein paar Strategien, die den Erfolg erleichtern.

Positive Vision

„Man sollte eine klare, attraktive Vorstellung davon haben, was man erreichen will“, erklärt Professor Gert Kaluza. „Das sollte eine positiv formulierte Vision sein“, so der Gesundheitspsychologe, der unter anderem Programme zur Stressbewältigung und Gesundheitsmotivation entwickelt hat. Also statt zu sagen „Ich will nicht mehr rauchen“, könnte man anstreben, wieder frei zu atmen und den Raucherhusten loszuwerden. Statt einer Hungerkur sollte man lieber eine Ernährungsumstellung oder Genusskur planen. Je anschaulicher man sich den Erfolg ausmalt, umso einfacher sind die ersten Schritte.

Konkrete Schritte planen

Wer sich über seine Wunschvorstellung im Klaren ist, sollte entscheiden, wie er sein Ziel erreichen will und einen Plan machen. „Man sollte ganz konkrete Schritte planen und beschließen, was man wann, wo, wie lange und mit wem machen will“, so Professor Kaluza. Also: Kalender nehmen, Termin und Uhrzeit eintragen. Außerdem ist zu überle­gen, ob Vorbereitungen zu treffen oder Dinge zu besorgen sind.

Den inneren Schweinhund erziehen

Wer seine guten Vorsätze in die Tat umsetzen will, sollte schon im Vorfeld darüber nachdenken, was dazwischenkommen könnte. „Antizipatorisches Barrierenmanagement“ sagen Psychologen dazu, der Volksmund spricht vom „inneren Schweinehund“ und von äußeren Hindernissen. Manchmal hilft es, die inneren Stimmen als Gesprächspartner zu betrachten, sich für die „Sprüche“ des inneren Schweinehunds Gegensprüche zu überlegen, ihm zum Beispiel sagen „Geh in die Ecke!“ Auf jeden Fall sollte man ihm klarmachen, wer der Herr im Haus ist, empfiehlt Professor Kaluza.

Mitstreiter suchen

Bevor man dann zur Tat schreitet, sollte man noch überlegen, wer einen dabei unterstützen kann. Denn wer sich mit anderen zusammentut, ist zusätzlich motiviert und fühlt sich außerdem eher verpflichtet, seine Pläne auch umzusetzen. Das könnte ein Personal Trainer oder ein Coach sein, doch den können oder wollen die meisten Leute sich nicht leisten. Deshalb kommen eher Freunde oder Kollegen infrage.

Erfolge genießen

Sind die ersten Schritte getan, sollte man seine Aufmerksamkeit bewusst auf Erfolge lenken: Nach dem Sport fühlt man sich gut, die Gemüsepfanne war lecker, der Entspannungskurs macht gute Laune. Das ist die Belohnung für den neuen Lebensstil, der am Anfang noch einen hohen psychischen Aufwand erfordert. Nach etwa sechs Monaten ist das neue Verhalten eingeübt, die Rückfallgefahr nicht mehr so groß.

Mit kleinen Zielen beginnen

Lassen Sie sich von unseren Beispielen anregen, doch jeder muss selbst eine persönlich motivierende Antwort finden, um sein Vorhaben auch zu verwirklichen. Kleine Ziele lassen sich besser umsetzen, als auf einen Schlag das ganze Leben umkrempeln zu wollen. Motivationshilfe geben auch Krankenkassen, Volkshochschulen, Kommunen, Sportvereine und Fitnessstudios.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1273 Nutzer finden das hilfreich.