Fristen: Pünkt­lich raus aus dem Vertrag

Zu welchem Termin Sie Ihrem Energieversorger kündigen können, hängt von Ihrem Vertrag und vom Anlass ab. In jedem Fall kommt es darauf an, wann Ihre Kündigung beim Versorger ankommt.

Grund­versorgung. Wenn Sie noch nie Ihren Tarif gewechselt haben, liefert Ihnen der örtliche Energieversorger Strom oder Gas nach seinem – meist vergleichs­weise teuren – Grund­versorgungs­tarif. Diesen können Sie jeder­zeit mit einer Frist von einem Monat zum Monats­ende kündigen: Wenn Ihr Kündigungs­schreiben noch vor Silvester beim Energieversorger ankommt, endet Ihr Vertrag Ende Januar. Vor einem Umzug reicht es, wenn Sie bis zu zwei Wochen vor Monats­ende kündigen.

Sonder­verträge. Bei allen anderen Verträgen richtet sich die Kündigungs­frist nach den Vertrags­bestimmungen. Güns­tige Energielieferungs­verträge haben oft eine Mindest­lauf­zeit von bis zu zwei Jahren und verlängern sich anschließend immer wieder um ein Jahr. Ihre Kündigung muss bei solchen Verträgen meist einen Monat (z. B. RWE Pur), zwei (Eon OptimalErdgas) oder sogar drei (EnBW Erdgas­Ideal) Monate vor Ablauf eines Vertrags­jahres beim Anbieter ankommen.

Preis­erhöhung. Vor einer Erhöhung der Strom- oder Gaspreise haben Sie ein Sonderkündigungs­recht. Mindestens sechs Wochen, bevor die neuen Preise in Kraft treten, muss Ihr Versorger Sie schriftlich informieren. Sie können dann mit einer Frist von einem Monat zum Start der neuen Preise kündigen. Mit anderen Worten: Wenn Sie die Ankündigung der neuen Preise im Brief­kasten haben, bleiben Ihnen oft nur noch wenige Tage, um die Kündigung so loszuschi­cken, dass sie noch im laufenden Monat beim Energieversorger ankommt.

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