Grundstücksübertragung Meldung

Schenken Eltern Kindern Immobilien, können diese viel Steuern sparen.

Hohe Steuerersparnisse bringt der Gang zum Bundesfinanzhof (BFH) zwei Söhnen, die von ihren Eltern Häuser geschenkt bekommen haben. Beide hatten den Eltern in den Häusern ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt und bekamen im Gegenzug Miete. Ein Sohn verpflichtete sich außerdem, den Eltern bis zum Lebensende jeden Monat 400 Mark zu zahlen. Der BFH erkannte die Verluste aus den Immobilien als Werbungskosten an und die Zahlung an die Eltern als Sonderausgaben.

In einem der Verfahren sicherte der Sohn den Eltern das lebenslange Wohnrecht zunächst kostenlos zu. Doch weil er und seine Frau hohe Sanierungs- und Modernisierungskosten für das Haus hatten, zahlten die Eltern ihnen später doch rund 380 Mark Miete im Monat. Trotzdem machten die Kinder Verluste mit der Immobilie. Die erkannte der BFH in München an (Az. IX R 60/98).

In dem anderen Verfahren zahlten die Eltern von Anfang an 500 Mark Miete im Monat. Im Gegenzug erhielten sie von ihrem Sohn jeden Monat 400 Mark. Auch seine Verluste muss das Finanzamt anerkennen und im Steuerbescheid außerdem die Zahlung an die Eltern als Sonderausgaben abziehen (Az. IX R 12/01).

Erfolglos blieb dagegen ein Sohn, dessen Mutter ebenfalls zunächst ein kostenloses Wohnrecht hatte. Sie zahlte später 400 Mark Miete im Monat und sollte dafür vom Sohn lebenslang 400 Mark im Monat erhalten. Das hat der BFH abgelehnt, weil beide Zahlungen gleich hoch waren (Az. IX R 56/03).

Tipp: Wenn Sie Ihren Kindern Immobilien schenken, können diese zurzeit noch die günstige Bewertung von Immobilien nutzen. Außerdem bekommt jedes Kind einen Freibetrag von 205 000 Euro, sodass viele für die Immobilie keine Schenkungsteuer zahlen.

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