Zu viel Geld wollte das Finanzamt von den Käufern eines noch nicht erschlossenen Grundstücks haben. Sie sollten nicht nur für den Kaufpreis der Immobilie Grunderwerbsteuer zahlen. Auch für die Kosten der späteren Erschließung setzten die Beamten Grunderwerbsteuer fest. Das ging dem Bundesfinanzhof (BFH) zu weit.

Mit notariellem Kaufvertrag hatten die Kläger von einem Ehepaar ein unbebautes, nicht erschlossenes Grundstück gekauft. Im selben Vertrag verpflichteten sie sich, die Kosten für die spätere Erschließung zu übernehmen. Zum Zeitpunkt des Kaufvertrags war das Grundstück noch nicht erschlossen. Die Verkäufer hatten sich auch nicht vertraglich verpflichtet, es den Käufern im erschlossenen Zustand zu übereignen. Der BFH urteilte deshalb, dass die Erschließungskosten bei der Berechnung der Grunderwerbsteuer außen vor bleiben müssen (Az. II R 39/99).

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