Immobilienbesitzer, die innerhalb von fünf Jahren mindestens vier Objekte kaufen und wieder verkaufen, zählen als gewerbliche Grundstückshändler. Sie haben dann nicht nur den Spekulationsgewinn zu versteuern, weil die zehnjährige Spekulationsfrist noch nicht vor­bei ist. Sie müssen auch Steuern auf den gewerblichen Gewinn zahlen.

Das können Verkäufer nicht im Nachhinein geradebiegen. So wurde ein Verkäufer von vier Wohnungen gewerbesteuerpflichtig, obwohl der Käufer der Wohnungen drei davon später zu einer Arztpraxis umbaute, urteilte der Bundesfinanzhof (BFH, Az. III R 9/98). Zu dem Umbau hatte sich der Käufer im Kaufvertrag noch nicht verpflichtet.

Tipp: Wenn Sie auf Ihrem Grundstück höchstens drei Einfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen errichten, gilt das innerhalb der Fünfjahresfrist noch nicht als gewerblich (Az. GrS 1/98). Aber Vorsicht: Das Finanzamt kann bei weniger als vier Wohnungen auf gewerbliche Betätigung schließen, wenn Sie das Grundstück von vornherein auf Rechnung oder nach Wünschen des ­Erwerbers bebauen lassen.

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