Das Finanz­amt muss Extra­kosten für ein größeres Grund­stück, das mit einem behindertengerechten Bungalow bebaut wird, nicht als außergewöhnliche Belastung anerkennen. Das entschied der Bundes­finanzhof im Verfahren einer gehbehinderten Frau, die an multipler Sklerose leidet und einen Grad der Behin­derung von 80 hat (Az. VI R 42/13).

Die Klägerin gab an, dass sie und ihr Mann den Bungalow wegen der Behin­derung gut 45 Quadrat­meter größer hätten bauen müssen. Dementsprechend geräumiger habe das Grund­stück sein müssen. Die zusätzlichen Anschaffungs­kosten von 13 195 Euro will das Paar als außergewöhnliche Belastung absetzen.

Das lehnt der Bundes­finanzhof ab. In erster Linie verursache die freigewählte Wohnungs­größe die höheren Grundstücks­kosten, nicht aber die Behin­derung oder Krankheit. Anschaffungs­kosten für Grund­stücke seien keine außergewöhnliche Belastung.

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