Wer ein Grundstück kauft und anschließend ein Gebäude darauf errichtet, zahlt die Grunderwerbsteuer nicht nur auf den Kauf von Grund und Boden, sondern auch auf den Gebäudepreis. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) erneut entschieden und damit seine bisherige Rechtsprechung und die Verwaltungsauffassung bekräftigt (Az: II R 17/99).

Die obersten Finanzrichter wischten damit Bedenken des Niedersächsischen Finanzgerichts vom Tisch, die sich gegen die Zusammenfassung von Grundstücks- und Gebäudekaufvertrag in einem so genannten "einheitlichen Vertragswerk" richteten (Az: VII (III) 371/ 92). Ein weiteres BFH-Urteil in gleicher Sache geht in die gleiche Richtung (Az: II R 20/99).

Damit sehen die Erfolgschancen für die Kläger eines dritten Verfahrens, das der Bundesfinanzhof noch entscheiden muss, nicht gerade rosig aus. Betroffene sollten sich aber dennoch darauf berufen, Einspruch einlegen und auf Sinneswandel hoffen (Az: II R 37/99).

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