Grunderwerbsteuer Meldung

Grunderwerbsteuer wird auch für ein geplantes Haus fällig. Damit funktioniert der Trick nicht mehr, Grunderwerbsteuer nur fürs Grundstück zu zahlen, indem der Bauherr vom Bauträger zunächst nur das Land kauft und danach einen zweiten Vertrag über den Bau des Hauses abschließt. Der Bundesfinanzhof entschied, dass die Steuer auch auf ein geplantes Haus fällig wird, wenn die Planung zum Zeitpunkt des Grundstückkaufs schon annähernd bis zur Baureife gediehen ist (Az. II R 49/04). Die Richter verschärfen damit ihre ohnehin schon strenge Rechtsprechung. Danach wird Steuer auch auf das Haus fällig, wenn Grunderwerb und Bauvertrag eine Einheit bilden, wenn ein geplantes Gebäude auf einem bestimmten Grundstück zu einem festen Preis angeboten wird oder wenn der Bauherr nicht beweisen kann, dass er beim Grundstückskauf völlig frei in seiner Entscheidung über einen späteren Bau war. Das gilt auch, wenn Grundstücksverkäufer und Baufirma nicht identisch sind.

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