Ein Bauherren-Ehepaar, das erst ein Grund­stück separat erwarb und einige Tage später den Bau eines Hauses mit einer Baufirma vereinbarte, wehrte sich erfolg­reich. Jetzt muss es nur für den Grund­stücks­kauf Grund­erwerb­steuer zahlen und nicht auch noch für das neue Haus. Dadurch zahlen die Eheleute 4 200 Euro weniger. Es sei sonst eine doppelte Belastung, begründete das Nieder­sächsische Finanzge­richt. Denn die Bauherren mussten bereits auf den Hausbau über einen Werk­vertrag Umsatz­steuer zahlen (Az. 7 K 192/09 und 7 K 193/09). Endgültig muss noch der Bundes­finanzhof (BFH) entscheiden (Az. II R 7/12).

Tipp: Legen Sie inner­halb eines Monats Einspruch ein, wenn Sie für den Wert des Hauses Grund­erwerb­steuer zahlen sollen, obwohl der Hausbau unabhängig vom Kauf­vertrag Ihres Grund­stücks ist. Beantragen Sie zugleich das Ruhen des Verfahrens bis zum BFH-Urteil.

Kein Glück haben Sie aber, wenn Sie Grund­stück und das künftige Haus aus einer Hand erworben haben. Dann haben Sie aus steuerlicher Sicht ein bebautes Grund­stück gekauft und müssen Grund­erwerb­steuer zahlen.

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