Brand. Eigentümer haften für Schäden, die ihre Hand­werker verursachen.

Ein Grund­stücks­eigentümer, der einen Hand­werker für Reparatur­arbeiten am Haus einstellt, haftet gegen­über seinen Nach­barn für Schäden, wenn der Hand­werker das Haus in Brand setzt, so der Bundes­gerichts­hof (Az. V ZR 311/16). Keine Rolle spielte bei der Entscheidung, dass der Eigentümer den Hand­werker sorgfältig ausgesucht hatte. Es komme nicht auf ein Verschulden an, so die Karls­ruher Richter.

Grund­besitzer haftet für 98 000 Euro Schaden

Der Hand­werker hatte am Flachdach seiner Auftrag­geber Reparatur­arbeiten durch­geführt. Bei Schweiß­arbeiten entstand ein Glutnest unter den Dachbahnen. Als die Eigentümer die Flammen entdeckten, war es bereits zu spät. Das reparierte Haus brannte voll­ständig nieder. Durch den Brand und die Lösch­arbeiten wurde auch das unmittel­bar daran angebaute Haus der Nach­barn beschädigt. Die Versicherung der Nach­barn verlangte von den Erben der inzwischen verstorbenen Eigentümer fast 98 000 Euro vor Gericht – mit Erfolg. Bei dem Hand­werker war nichts mehr zu holen – der hatte inzwischen Insolvenz angemeldet.

Test Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

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