Grüner Strom Meldung

Bis 2010 sollen in Deutschland 12,5 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Das hat die Europäische Kommission festgelegt. Damit verlangt die Kommission von Deutschland einen geringeren Anteil als von anderen EU-Ländern. In Österreich sollen zum Beispiel 78 Prozent der Stromversorgung grün sein, in Schweden 60 Prozent und selbst in Portugal 39 Prozent. Hinter Deutschland liegen nur noch Großbritannien mit 10 Prozent, die Niederlande mit 9 Prozent, Belgien mit 6 Prozent und als Schlusslicht Luxemburg mit 5,7 Prozent.

Um Stromkunden eine bessere Orientierung zu geben, hat die VerbraucherZentrale NRW zusammen mit WWF und Öko-Institut das Gütesiegel "ok-Power" entwickelt. Bisher tragen die Ökostromprodukte von vier Anbietern dieses Siegel: Bewag, Städtische Werke Kassel, MVV Mannheim und die Ökostrom Handels AG.

Doch auch bei Produkten mit ok-Siegel ist der Strom, der zu Hause aus der Steckdose kommt, nicht immer grün. Die Anbieter können sich nämlich aussuchen, ob sie tatsächlich Strom aus erneuerbaren Energien liefern oder stattdessen finanziell den Aufbau neuer regenerativer Kraftwerke unterstützen.

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