Grüner Strom Meldung

Nicht einmal 10 Prozent aus grünen Quellen: Bis 2010 sollen in Deutschland nach einer Festlegung der Europäischen Kommission 12,5 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Im Jahr 2001 stammten gerade mal knapp 9 Prozent aus solchen Quellen. Im Vergleich zu Normalstrom ist grüner Strom im Schnitt pro Kilowattstunde 2,5 Cent teurer.

König ist ein Stromkunde in Deutschland längst noch nicht. Auf der Strecke bleibt derjenige, der nicht nur sparen, sondern zudem ein reines Gewissen haben will.

Er kann zwar unter rund 90 „grünen“ Stromsorten wählen – teilweise von regionalen Anbietern. Doch für Verbraucher ist es sehr mühselig, die Spreu vom Weizen zu trennen. Denn Öko ist nicht gleich Öko.

Eon Energie bietet zum Beispiel NaturPower-Strom an (20 Prozent Windkraft, 75 Prozent Wasserkraft, 5 Prozent Biogas). Der Haken: Der Strom ist grün, aber sehr viel teurer als Eons Normalstrom. Deshalb entscheidet sich auch kaum ein Kunde für den Ökostrom. So bleibt Eon ein konventioneller Konzern, der bislang keinen Strom in nennenswertem Umfang aus erneuerbaren Energiequellen liefert.

Davon unterscheiden sich andere Stromlieferanten wie Greenpeace-ernergy oder Naturstrom grundsätzlich. Sie liefern ausschließlich sauberen Strom. Das heißt, er entsteht zu mindestens 50 Prozent aus Wind, Wasser, Biomasse und zu maximal 50 Prozent aus umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung. Außerdem fließt ein Teil des Kundengeldes in neue Ökoanlagen.

Tipp: Wer zu einem Öko-Strom-Anbieter wechseln will, sollte prüfen, wie grün der Strom wirklich ist. Infos erhalten Sie auch bei den Energieberatungen der Verbraucherzentralen.

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