Große Portionen machen dick Meldung

Kleinere Portionen sind besser für die Figur. Große Portionen verführen dazu, mehr zu essen, als gut tut.

Kleinere Portionen und mehr Zeit fürs Essen – so bleiben unsere französischen Nachbarn deutlich schlanker als die Amerikaner.

Sie lieben Buttercroissants, cremigen Camembert und andere fettreiche Köstlichkeiten. Trotzdem sind die Franzosen vergleichsweise schlank: Nicht einmal jeder Zehnte (7 Prozent) hat zu viel Speck auf den Rippen, in den USA fast jeder Vierte. Einer der Gründe: Die Portionen sind dort deutlich größer, wie eine Studie der University of Philadelphia unter Professor Paul Rozin zeigte. Im Durchschnitt bringen sie rund 25 Prozent mehr auf die Waage als die französischen – 346 Gramm gegenüber 277 Gramm. Solche Unterschiede zeigten sich beim Vergleich von je zwölf Restaurants in Philadelphia und Paris, selbst in Fastfood-Ketten wie McDonald's: Eine große Portion Pommes frites wiegt in Paris 135 Gramm, in Philadelphia satte 200 Gramm. (Hierzulande bringt es eine große Portion auf 152 Gramm) Auch sonst ist in den USA vieles gewichtiger: Ein Schokoriegel wiegt 41 Prozent mehr, ein Hotdog 63 Prozent. Selbst Kochbücher gehen von größeren Mengen aus.

Trotz des oft hohen Fettgehalts einzelner Gerichte und Lebensmittel nehmen die Franzosen mit den sparsamen Portionen aber offenbar insgesamt weniger Kalorien zu sich und fühlen sich trotzdem gesättigt. Dabei nehmen sie sich fürs Essen mehr Zeit und genießen es – selbst im Fastfood-Restaurant. Dort verbrachten die Franzosen rund 22 Minuten, die Amerikaner nur eine knappe Viertelstunde.

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