Grippeschutzimpfung Meldung

Jetzt können sich Menschen wieder gegen Grippe impfen lassen. Das für die Grippeüberwachung zuständige Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt den einmaligen Pieks vor allem Menschen über 60, chronisch Kranken und Schwangeren. Bei ihnen kann die Grippe zu besonders schweren Krankheitsverläufen führen.

Winterzeit ist Grippezeit

Im Winterhalbjahr zirkulieren vermehrt Influenzaviren, die die „echte“ Grippe verursachen. Diese beginnt in der Regel sehr plötzlich, äußert sich mit hohem Fieber bis 40 Grad Celsius, trockenem Reizhusten, heftigen Kopf- und Gliederschmerzen und einem starken Erschöpfungsgefühl. Erst nach zwei bis drei Wochen ist der Spuk in der Regel vorüber.

Schwere Grippe bei Risikogruppen

Bei bestimmten Risikogruppen mit einem beeinträchtigten Immunsystem kann die Influenza besonders schwer verlaufen: bei Menschen über 60 Jahren und chronisch Kranken – zum Beispiel Herzpatienten, Diabetikern, Asthmatikern – und auch bei Kindern und Jugendlichen. Ihnen empfiehlt das RKI deshalb eine einmalige Schutzimpfung – ebenso Schwangeren. Denn auch sie sind besonders anfällig für Virusinfektionen und die damit verbundenen Komplikationen.

Gesundheitsberufe brauchen Schutz

Auch wer beruflich viel mit anderen Menschen in Kontakt kommt oder täglich öffentliche Verkehrsmittel benutzt und dadurch ein erhöhtes Ansteckungsrisiko hat, sollte sich mit einer Impfung schützen. Und noch jemand sollte sich aus Sicht des RKI unbedingt impfen lassen: Ärzte, Krankenschwestern und andere Personen in Gesundheitsberufen – zum eigenen Schutz und um Patienten nicht anzustecken. Übrigens erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Impfung bei allen genannten Risikogruppen.

Impfstoffzusammensetzung unverändert

Grippeimpfstoffe enthalten Bestandteile von drei Influenza-Virustypen, die im aktuellen Jahr weltweit besonders häufig vorkommen. Das sind in der Saison 2011/2012 die gleichen wie in der vergangenen. Dennoch empfiehlt das RKI auch allen, die die Impfung im letzten Jahr bekommen haben, den Impfschutz zu erneuern. Denn die Schutzwirkung lasse wohl schon innerhalb eines Jahres nach. Grundsätzlich können alle Menschen ab einem Alter von sechs Monaten geimpft werden. Der Impfschutz baut sich dann in 10 bis 14 Tagen auf.

Virenübertragung verhindern

Um sich während der Grippesaison vor Ansteckung zu schützen, sind zudem einfache Hygieneregeln hilfreich: die Hände häufig waschen, in die Armbeuge oder ins Einmaltaschentuch husten und niesen, den Schal weit hochziehen und in öffentlichen Verkehrsmitteln Handschuhe tragen. Häufig werden Influenzaviren durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen und Sprechen übertragen. Noch öfter aber gelangen sie etwa über Türklinken und Griffe in Bus und Bahn auf die Hände und von dort zu den Atemwegen.

Grippewellen erforschen

Das RKI will die alljährlichen Grippewellen und deren Schwere noch genauer erforschen – mit Hilfe der Bevölkerung. Beim GrippeWeb kann jeder mitmachen: Wer sich angemeldet hat, wird vom Institut einmal in der Woche per E-Mail befragt, ob er Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Fieber hat oder nicht. So lässt sich deutschlandweit schnell erfassen, ob sich eine Erkältungs- oder Grippewelle ausbreitet. Bisher erfasste die Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI nur die Arztbesuche.

Hilfreiche Links

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Portal mit allgemeinen Infos zum Impfen: www.impfen-info.de.
  • Robert Koch Institut. Informationen über aktuelle Impfempfehlungen: www.rki.de/impfen.
  • Paul-Ehrlich-Institut. Antwort auf häufig gestellte Fragen zu Grippeimpfstoffen und ihrer Zusammensetzung: www.pei.de/influenza-impfstoffe.

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