Grippeschutz Meldung

Nicht weniger als 5 000 bis 8 000 Menschen werden hierzulande jedes Jahr Opfer einer Grippewelle, wenn sie „ganz normal“ verläuft. Im vergangenen Jahr waren es aber 12 000 bis 20 000 zusätzliche Todesfälle. Bei heftigem Auftreten wird sogar mit etwa 30 000 Todesfällen gerechnet. Den besten Schutz vor der Influenza – nicht zu verwechseln mit Erkältungskrankheiten – bietet eine Impfung. Jetzt ist es höchste Zeit, sich impfen zu lassen.

Bei besonders gefährdeten Personengruppen übernehmen die Krankenkassen die Impfkosten. Das sind Erwachsene, Jugendliche und Kinder mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden (wie Diabetes, Herz-Kreislauf-, Nieren-, Lebererkrankung), Personen über 60 Jahre und Menschen, die beruflich mit vielen anderen in Kontakt kommen. Für Ältere steht ein spezieller Impfstoff zur Verfügung. Der Einmalimpfstoff kostet etwa zwischen 11 und 16 Euro. Erwachsene und Kinder über drei Jahre werden einmal geimpft.

Nicht einmal jeder Fünfte lässt sich bisher impfen. Gängige Thesen gegen die Grippeimpfung lauten zum Beispiel so:

Die Impfung löst selbst Grippe aus

Stimmt nicht. Die hier verwendeten Impfstoffe sind Totimpfstoffe.

Die Impfung schützt nur vor Grippe

Stimmt. Aber jährlich gehen bis zu 5 Millionen Bürger wegen einer Grippe zum Arzt. Der Impfstoff schützt um bis zu 90 Prozent vor einer Grippeerkrankung.

Sie erfasst nicht alle Erreger

Stimmt und stimmt nicht. Der Impfstoff deckt aber auch die Varianten gut ab.

Sie ist ein Eingriff ins Immunsystem

Stimmt. Durch den Impfstoff produziert das Abwehrsystem in zwei Wochen spezifische Antikörper.

Erkältung trotz Impfung

Meist handelt es sich um einen Atemwegs­infekt durch Erkältungserreger – eine andere, leichtere Art der Erkrankung.

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