Grill­kohle: Wo ist Tropen­holz drin, welche ist ökologisch unbe­denk­lich?

Test­kommentare

Holz ist deklariert

Trans­parent. Nur der Flammenco-Anbieter gibt auf dem Produkt die Holz­arten und das Herkunfts­land an.

Kohle aus Namibia. Das Land droht zu verbuschen. Zu Kohle verarbeitete Büsche sollen dagegen helfen.

Holz ist teil­weise deklariert

Halb-trans­parent. Sieben Anbieter deklarieren die verwendeten Holz­arten, meist Buche, aber nicht die Herkunfts­länder.

Nachgefragt. Woher das Holz für die Jakob‘s Kohle stammt, verriet uns Activa nicht. Die anderen Anbieter beziehen es vor allem aus Polen und der Ukraine. Zwei auch aus Deutsch­land.

Kohle aus Deutsch­land. Favorit und ProFagus verkohlen nach eigener Aussage deutsches Buchen­holz, ProFagus geringe Mengen auch aus Nach­barländern. Die Firma verwendet Reste aus der Möbel­industrie und ist PEFC- zertifiziert. Das Siegel der Forst­wirt­schaft gilt als weniger nach­haltig als das des FSC.

Mit FSC-Siegel. Vier der Produkte tragen ein FSC-Siegel. Die analysierten Hölzer stimmen mit den zertifizierten über­ein. Positiv: Aldi Süd und Weber führen auch eigene Kontrollen durch, um illegales Holz zu vermeiden.

Keine Holz-Angaben

Nicht trans­parent. Auf neun Säcken steht weder, welches Holz drin­steckt, noch aus welchen Ländern es stammt.

Tropen­holz. In fünf der Produkte fanden wir Tropen­hölzer – unter anderem in Max Grill & Barbecue, das ein falsches FSC-Siegel trägt. Woher das Holz stammt, teilte der Anbieter nicht mit. Auch nicht Grill­profi. Favorit und Getränke Hoff­mann beziehen die Kohle nach eigener Aussage aus Argentinien, Netto unter anderem aus Paraguay. Belege, dass die Ware nicht aus Raubbau stammt, erhielten wir nicht.

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